Dem Manne gebührt Dank (Archivversion) Dem Manne gebührt Dank

Kaum einer in der Motorrad-Szene hat es wie Manfred Sailer verstanden, Beruf, Persönlichkeit und Hobby zum Wohle der Motorradfahrerinnen und -fahrer zu verbinden. Seit 22 Jahren ist der leidenschaftliche Zweirad-Fan Herbergsvater der Jugendherberge Tübingen, seit 16 Jahren laufen dort einmalige Freizeiten für alle Altersgruppen von Motorrad- und Rollerfans - von der Einsteiger-Tour bis zur erfolgreichen Familienfreizeit mit Kinderbetreuung, während Mama und Papa biken. Daß »Manne« Sailer in Friedbert Morsch von der Landesverkehrswacht Baden-Württemberg (»Ein Bombenkerl, obwohl er im Hauptberuf Polizeibeamter ist«) einen ebenso begeisterten wie kompetenten Mitstreiter fand, ließ das »Tübinger Modell« Schule machen. Leider sind´s heute von ehedem fünf Jugenherbergen aufgrund von Personal-Wechseln nur noch zwei mit ähnlichen Motorrad-Angeboten.Um so erfreulicher, daß nach dem Rückzug von Manfred und Gerda Sailer, die 1998 den sechzigsten Geburtstag kurz vor ihrem Mann feiert und damit als Herbergsmutter die Pensionsgrenze erreicht, das Motorrad-Programm weiterläuft. Sailers Verdienst: Er ist der Vater der künftigen Herbergsmutter Ingrid, die wie ihre vier Geschwister vom Papa die Motorrad-Leidenschaft erbte und wie ihr Mann schon lange zum Instruktoren-Kreis zählt.Sailer selbst will nicht nur mit seiner BWM R 100 R die 250 000 Kilometer knacken und mit der R 100 GS neue regel- und sozialverträgliche Enduro-Strecken erkunden. Mit Morsch will er »Gruftie-Freizeiten« ins Verkehrswacht-Programm hieven. Weil auch weit jenseits von 40 der Spaß an der Motorrad-Freude mit Sicherheit wächst. Schließlich wird »Manne« auch als (Un-)Ruheständler Benzin und Klartext reden. Statt Bundesverdienstkreuz wäre ihm übrigens sicher eine Spende für seine Armenien-Hilfe lieber...Danke, »Manne« - und herzliche Grüße

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