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Aprilia kauft Guzzi

Der traditionsreiche, aber flügellahme Hersteller Moto Guzzi hat einen neuen italienischen Besitzer. Rund 132 Millionen Mark zahlte Aprilia-Chef und ­Eigentümer Ivano Beggio für die Marke mit dem Adler. Damit übernimmt er auch die etwa 50 Millionen Mark Schulden, die Guzzi in den letzten vier Jahren unter amerikanischer Führung der Trident Rowan Group (TRG) anhäufte. Mindestens noch einmal rund 100 Millionen wird Beggio investieren müssen, um Guzzi wieder zu beflügeln. Denn die Firma versinkt schon seit Jahren in roten Zahlen: 1998 fuhr das Unternehmen rund 18 Millionen Mark Verluste ein und baute nur 7000 Bikes, nicht mal halb so viel wie in Glanzzeiten. 1999 sah es ähnlich schlecht aus. Beim Rennen um den Kauf von Guzzi schlug Aprilia Ducati und Piaggio, die beide nicht so viel zahlen wollten. Im Herbst 1999 hatte sich der österreichische Hersteller KTM für den Kauf interessiert. Doch der Deal kam nicht zustande. Beggio will die Guzzi-Produktion im stark renovierungsbedürftigen Werk in Mandello am Comer See belassen: »Wir werden ein nationales Motorrad-Schwergewicht aufbauen.«

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