Der neue Meister - Chris Burnham (Archivversion)

Wenn Chris Burnham mal wieder ganz oben auf dem Siegerpodest steht, gerät der Mann am CD-Spieler der Strecken-Beschallung ins Schwitzen. Welche Hymne? Meist wird die Britische aufgelegt. Denn dort – genauer in Brighton - wurde Chris vor 26 Jahren geboren. Seine Mutter Finnin, sein Vater Brite – und weltweit in der Baubranche tätig. Zwölf Monate später erhält Daddy Phil einen Großauftrag in Südafrika. Die Familie wandert aus. Für sechs Jahre. Danach will Mama nicht mehr nach England, Papa aber nicht nach Finnland. Man einigt sich auf Schweden als Kompromiss. Söhnchen Chris fährt schon längst Motorrad. Mit zehn Jahren wird die schwedische Youngster-Cross-Szene aufgemischt, mit 16 gibt´s den ersten 125er-Junioren-Titel. Doch Skandinavien taugt nicht als Basis für internationale Off Road-Ambitionen. Mit 18 zieht Chris nach Belgien. Magere Zeiten folgen. Zwei Jahre 125er-WM ohne Punkte, dann der Umstieg in die 500er-WM. Gesamtrang 19 im ersten Anlauf, die nächste Saison durch eine Handverletzung verpfuscht, dann Rang 16 – und fast das Aus. Ohne Geld, Sponsor und Mechaniker rettet ihn ein letzter Kraftakt beim WM-Finale in Holzgerlingen 1997. Nach Position acht im ersten Lauf wird das Sarholz-Team auf ihn aufmerksam. Der Rest ist jüngere Geschichte. 250er DM-Titel 1998 und dieses Jahr der Rundumschlag: Gesamtsieg in der 250er-DM, der 500er-DM und der Inter-DM.

Artikel teilen

Anzeige

Aktuelle Gebrauchtangebote