Der Öko-Sprit hielt nicht alles, was er versprach. Doch hätte er dem Motorsport überhaupt genützt? (Archivversion) «Muß sauber unbedingt so teuer sein?“

MOTORRAD-Redakteur Peter Mayer zum Thema Öko-Sprit

Also nun mal ehrlich. Was wäre gewesen, wenn der Öko-Sprit herkömmliches Benzin in Sachen Schadstoffbilanz wirklich um Längen geschlagen hätte? Die Luft beim Supercross und in zig deutschen Karthallen wäre reiner geworden. Gut so. Nur hätte der saubere Saft dem oft angefeindeten Motorsport auch außerhalb geschlossener Dächer geholfen? Wohl kaum. Denn selbst wenn Aktive und Clubs die Öko-Chance nutzen wollten, bei Preisen von bis zu acht Mark pro Liter geht auch der begeisterungsfähigste Hobbyfahrer in die Knie. Insofern nützt selbst ein funktionierender Öko-Sprit - der im Kreis der mittlerweile problembewußten Motorsportler durchaus auf Akzeptanz stoßen würde - nur unter einer einzigen Voraussetzung etwas: Wenn er für die breite Masse der Aktiven bezahlbar bleibt.

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