Der Vorgänger: Das API-Federbein (Archivversion)

Kein Zweifel, dem Konzept des PDS-Federbeins könnte die Zukunft gehören. Doch wie heißt es so schön: Alles schon mal dagewesen. Womit allerdings nicht die direkt an der Schwinge angelenkten Federbeine verschiedener, meist exotischer Off Road-Maschinen-Hersteller wie ATK, CCM oder ADB und schon gar nicht die ebenfalls ohne Umlenkung arbeitenden Monoshocks der BMW-Modelle mit Einarmschwinge gemeint sind. Denn deren - äußerst mäßige - Progression ergibt sich einzig und allein aus dem Einbauwinkel des Federbeins, während sowohl Feder als auch Dämpfung linear arbeiten.Erste Versuche, den nicht nur für Sporteinsätze notwendigen enormen Progressionsbereich über die entsprechende Auslegung von Feder oder Druckdämpfung zu erreichen, fanden aber weit vor der PDS-Initiative von Öhlins statt. Quasi parallel zur Einführung der Umlenkung Anfang der achtziger Jahre ersann der bayrische Maschinenbau-Ingenieur Anton Pfeifer das direkt an der Schwinge befestigte sogenannte API-Federbein.Wobei der damalige Amateur-Crosser die nötige Progression seines Werks allein über die Federrate erreichte. Der findige Süddeutsche kombinierte dafür eine lineare Feder mit einem im Dämpfergehäuse untergebrachten progressiv wirkenden Luftpolster. Die Feuertaufe bestand der API-Monoshock 1983 in der Viertelliter-Honda von Rolf Dieffenbach, der damals aber seine durchaus intakten WM-Chancen trotz dreier nationaler Siege mit dem API-Federbein nicht gefährden wollte. Die Weiterentwicklung des API-Federbeins in der Viertakt-Honda des österreichischen Top-Crossers Kurt Mähr durch eine von Pfeifer ebenfalls patentierte progressive Druckdämpfung erstickten schließlich Streitigkeiten mit den mit der Produktion und Vertrieb beauftragten Herstellern. Letztlich konnten sich weder das API-Federbein noch die von Anton Pfeifer parallel entwickelte API-Upside-down-Gabel, die zur Federung ausschließlich Luftpolster verwendete, durchsetzen.

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