Monkeycross-Saison 2014 Großer Sport mit kleinen Bikes

Der Trendsport "Pitbiken" stammt nicht - wie man denken könnte - aus den USA. Der Veranstalter der Monkeycross-Rennserie hält ihn für eine schwäbische Erfindung: Bereits 1974 habe in Diegelsberg, Landkreis Göppingen, 1974 das erste offizielle Monkeycross stattgefunden. 2014 geht die Deutsche Monkeycross-Meisterschaft in ihre 41. Saison.

Foto: www.monkeycross.de

Während man früher mit der legendären Honda Monkey mit den kleinen 8-Zoll-Rädern wie die sprichwörtlichen "Affen auf dem Schleifstein" über einen Wiesenrundkurs heizte, wird Monkeycross inzwischen auf echten Cross-Strecken im süddeutschen Raum ausgetragen.

Die Fahrzeug-Palette reicht von der kleinen, für Kinder gebauten Honda CRF mit 50 cm³ bis hin zum 186-cm³-Power-Triebwerk in diversen Pitbikes, welche für Jugendliche und Erwachsene gedacht sind. Diese Pitbikes werden in nahezu allen Preisklassen angeboten. Die Palette reicht von No-Name-China-Produkten um 800 Euro bis zu den High-Tech-Fahrzeugen von RSR, Pitpro, Motovert u. a., die als Neufahrzeuge für Preise zwischen 1500 und 2700 Euro zu haben sind. Die leistungsstärksten Modelle haben knapp 20 PS.

Monkeycross ist seit vielen Jahren fest in der Szene etabliert. International erfolgreiche Sportler wie der zweifache Vizeweltmeister im Seitenwagen-MotoCross, Martin Gölz und der Supermoto-Profi Jürgen Künzel haben ihre ersten Titel beim Monkeycross eingefahren. Es gibt zwar noch eine Handvoll ähnlicher Talente, doch ist Monkeycross eher als Breitensport für Jedermann ausgerichtet. Die Alterspanne reicht von 6 bis über 50 Jahre. Für die Jüngsten gibt es eine spezielle Kinderklasse. Beachtlich ist auch die Frauenquote beim Monkeycross: Etwa 10 Mädchen bzw. junge Damen stellen sich regelmäßig der männlichen Konkurrenz.

Neben den typischen Pitbike-Klassen sind auch zwei Klassen mit „normaler" Fahrzeuggröße (19/16-Zoll- bzw. 21/18-Zoll-Räder) sowie eine Gespannklasse (200-cm³-Viertakt) im Programm. Während die Klassen 1 und 4 als Vorbereitung auf eine spätere MX-Karriere geeignet sind, hat das Pitbiken in den Klassen 0, 2 und 3 seine eigenen Gesetze: Das Verhältnis zwischen Fahrzeug und Körpergröße verlangt einen außergewöhnlichen und eigenständigen Fahrstil, der zumindest bei den älteren Teilnehmern nur bedingt mit Motocross vergleichbar ist. Auch die Gespannklasse mit ihren nur mittelgroßen Fahrzeugen ist eine Besonderheit: Die Fahrzeuge werden allesamt in Eigenleistung gebaut und sind somit Unikate.

Die Meisterschaft wird nach den offiziellen Vorschriften des Deutschen Monkey Clubs (DMC) und unter dem Dach des Deutschen Motorsportverbandes (DMV) ausgetragen. Als Partner und Veranstalter engagieren sich der RKV Kirchheim/Teck, der HMV Hepsisau und der MSC Feuchtwangen. Die überschaubare Rennserie, mit ihrem geradezu familiären Flair ist als Einstieg in den Offroad-Sport ideal geeignet. Hier kann man lizenzfrei und mit relativ geringem finanziellem Aufwand seinem Hobby nachgehen. Gegenseitige Unterstützung im Fahrerlager steht an der Tagesordnung, auch wenn man Minuten später auf der Strecke gegeneinander antritt. Weitere Infos, Termine, Locations, Nennungen etc: www.monkeycross.de.

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