Deutscher Totalausfall (Archivversion) Deutscher Totalausfall

Steve Jenkner und Dirk Heidolf, die beiden Deutschen im Viertelliter-WM-Feld, schafften es in Jerez nicht bis zur Zielflagge.

Start-Ziel-Sieg für Daniel Pedrosa – der amtierende 250-cm3-Weltmeister stellte gleich beim ersten Rennen der Saison seinen klaren Anspruch auf die
Titelverteidigung ins Rampenlicht. Zwar folgte der Argentinier Sebastian Porto auf einer Werks-Aprilia dem offiziellen Honda-Piloten Pedrosa wie ein Schatten und gab Platz zwei das ganze Rennen
über nicht ab, doch im Ziel hatte
der Spanier klare zwei Sekunden Vorsprung. Pedrosa, so viel steht fest, will sich mit einem erneuten Gesamtsieg nicht nur Viertelliter-Titel Nummer zwei sichern, sondern sich
damit auch vornehmlich für höhere Aufgaben in der MotoGP-Klasse empfehlen.
Derlei Ambitionen liegen für die einzigen Deutschen im Feld, die beiden Sachsen Steve Jenkner und Dirk Heidolf, in weiter Ferne. Platz 13 im Training für den Aprilia-Fahrer
Jenkner beim ersten Einsatz in der 250er-WM – ausbaufähig. Rang 22 für den seit Jahren um den Anschluss kämpfenden Honda-
Mann Heidolf – kein Ruhmesblatt. Die beiden mussten aufs Rennen hoffen, um dem Wochenende in Spanien noch ein paar gute Seiten abzugewinnen.
Daraus sollte allerdings nichts werden.
Am Start konnte Jenkner zwar noch einige Positionen gewinnen, fuhr dann aber schnell ein einsames Rennen und rückte nur noch wegen ausgefallener Kollegen schrittweise vor bis auf Platz zehn – und stürzte schließlich: »Wir haben über alle Trainings und bis zum Rennen hin die Vorderrad-Einstellung nicht hinbekommen«, erklärte Jenkner. Bei Heidolf machte das Hinterrad Ärger: »Es hat beim
Anbremsen immer blockiert, ich musste einige Male weite Bögen und in den Kies fahren. Wir prüfen jetzt, ob das Problem vom Motor oder der Bremse kam«, ärgerte er sich. fk

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