Die deutschen 125er-Fahrer (Archivversion) Außer Spesen...

...nichts gewesen: das traurige Ergebnis für die deutschsprachigen Achtelliter-Piloten in Jerez.

Der Schweizer Weltmeister Thomas Lüthi als Titelverteidiger, der Schwabe Sandro Cortese als sein neuer Teamkollege, der Bayer Stefan Bradl und Michael Ranseder aus Österreich in ihrer ersten vollen WM-Saison als KTM-Junior-Team-Piloten ýÿ der 125er-GP-Auftakt in Jerez hatte viel Diskussionsstoff zu bieten, aber nichts zum Feiern.
Schon am Freitag nach dem ersten Qualifikationstraining ging für Stefan Bradl der Vorhang runter. Er hatte sich zwei Wochen zuvor bei einem Trainingssturz in Jerez einen Mittelhandknochen rechts gebrochen und gab nach sechs Trainingsrunden auf: ýÿDie Schmerzen sind zu stark.ýÿ
Tom Lüthi plagte ebenfalls eine Verletzung, bei Vorsaisontests hatte er sich bei
einem Sturz das linke Schlüsselbein gebrochen. Mit einem speziell angefertigten Kunststoff-Schulterschutz kämpfte er sich durch die Trainingseinheiten, mehr als Startplatz 17 in der fünften Reihe war nicht zu machen. Zur Mitte des Rennens lag der Champion noch eine Position hinter den Punkte rängen, als er von der Piste purzelte: ýÿVorderrad eingeklappt. Wenigstens habe ich mich nicht noch mehr verletzt.ýÿ
Teamkollege Sandro Cortese hatte sich von Startplatz 21 bis auf den zehnten Rang in Runde acht vorgearbeitet und schien nach zwei Dritteln der letzten Runde fünf WM-Punkte sicher zu haben, als
er von Simone Corsi geschubst wurde
und stürzte. Obwohl er sich wieder in den
Sattel schwang und Richtung Zielstrich eilte, reichte es nur für den undankbaren 16. Platz ýÿ ohne Punkte, ohne Worte.
Michael Ranseder wurde nur 20.
Seinen ersten Sieg im 52. GP holte
der 21-jährige Spanier Alvaro Bautista
auf Aprilia vor dem tschechischen Derbi-Werksfahrer Lukas Pesek. abs

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