Die Deutschen (Archivversion)

Waldi frohlockte, die übrigen deutschen Piloten erlebten in Mugello ein Wechselbad der Gefühle.

Alexander Hofmann hat seinen Ehrgeiz diesmal vielleicht eine Spur übertrieben. Der talentierte 250er Privatfahrer setzte sich in seiner Gruppe an die Spitze und nahm Platz elf ins Visier, als ihm unversehens das Vorderrad wegrutschte. Flugs sprang der durchtrainierte Teenager wieder in den Sattel und kämpfte sich ohne Hinterradbremse wieder auf Platz 14, fiel aber am Ende auf Platz 16 zurück, als auch die Vorderbremse zu versagen drohte. Markus Ober lernte die schwierige Mugello-Piste ohne solche Zwischenfälle kennen und wurde für seine Beständigkeit mit einem weiteren Punkt in der Halbliterklasse belohnt. Dagegen bleiben die Einsätze der deutschen 125er Piloten ein Wechselbad der Gefühle. »Mich kotzen solche Wochenenden allmählich an«, erklärte Steve Jenkner nach seinem mageren 14. Platz. Wieder waren wegen technischer Probleme drei der vier Trainings ohne großen Nutzen verstrichen, und als er nach dem Start aus der fünften Reihe auch noch aufgehalten wurde, gab es mit schlecht laufendem Motor keine Chance, an die zwölf Mann starke Führungsgruppe heranzukommen. Auch Reinhard Stolz war nach seinem Sturz nicht gerade enthusiastisch. »Festgangen ist´s - aber die Maschine ist schon vorher nicht gescheit gelaufen«, stellte der Bayer fest. Dagegen tankte sein Landsmann Bernhard Absmeier mit Platz 21 und einer starken Fahrt im ersten Renndrittel das lange vermißte Selbstvertrauen. »Ich war pro Runde um eine Sekunde schneller als im Training. Es hat Spaß gemacht, mich an die Gruppe vor mir heranzubeißen. Erst nach einem Verbremser verlor ich den Anschluß«, schilderte Absmeier.

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