Die Deutschen (Archivversion) Zweite Liga

Steve Jenkner, Reinhard Stolz und Bernhard Absmeier kamen nacheinander wie bei einem Lauf zur deutschen Meisterschaft ins Ziel des 125-cm3-Rennens. Bei den Plätzen 17, 18 und 19 entsprach auch der Rückstand zur Weltspitze dem Niveau der DM, und das zeigte sich auch in der Stimmung der einzelnen Teams. Ließ Absmeier sich ohne große Gegenwehr überholen, als seine deutschen Landsleute von hinten anrückten, so hatten Stolz und Jenkner vor allem am Start Probleme. »Mein Kühler war zu sehr abgeklebt, Motor und Kupplung überhitzten«, stellte Stolz fest. Jenkner kam beim Losfahren besser vom Fleck, wurde aber abgedrängt und mußte in der ersten Kurve ins Kiesbett, worauf er dem Feld als abgeschlagener Letzter hinterherhetzte. Der Start war auch das Problem von Ralf Waldmann. Trotz seiner fahrerisch grandiosen Aufholjagd geht sein Team mit Sorgen in die nächsten Rennen, weil einer der Zylinder beim Losfahren aus unerfindlichen Gründen absoff und der Beweis, die launische Werks-Aprilia könne von Kundenhand gebändigt werden, weiterhin aussteht.Bleiben die Lichtblicke der Privatfahrer Alexander Hofmann und Markus Ober, die ihre Teams jeweils mit einem WM-Punkt erfreuten. »Leute wie Manako und Tokudome sind nicht außer Reichweite, doch ich muß lernen, ebenso am Limit in die ersten Kurven reinzuhalten wie die Konkurrenz«, nahm sich Hofmann als nächste Lektion in der 250er Klasse vor. Markus Ober hingegen fehlte bei seiner V2-Honda gegen die Stars der Königsklasse vor allem Höchstleistung. »Ich habe sechs Mann überholt und bin beim Bremsen sogar Simon Crafar nähergekommen. Leider ist er mir beim Beschleunigen mit seiner V4-Maschine immer wieder entwischt!“

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