Die Gespann-Klasse soll endgültig aus dem GP-Programm gestrichen werden (Archivversion)

Seit einigen Jahren schauen alle Beteiligten zu, wie der Motorrad-Straßenrennsport weltweit allmählich vor die Hunde geht. Tatenlos. Die horrenden Eintrittspreise sind nur ein Steinchen im Mosaik der Arroganz, mit denen die Promoter der Grand Prix und Superbike-WM die Fans behandeln. Fahrervorstellungen, Interviews, Autogrammstunden, kurzweilige Zeitpläne oder menschenwürdige sanitäre Anlagen - das alles schert diese Herren einen Dreck. Ach was, nicht mal das. Noch weniger soll künftig für »the worlds biggest show« (O-Ton eines GP-Verantwortlichen) ausreichen. Für Gespanne - seit 1997 sowieso nur noch mit Weltcup-Status - soll´s nämlich in Zukunft gar keinen Platz mehr geben. Gewiß, ich bin nicht unbedingt ein Seitenwagen-Fan. Doch tut es auch mir gut, irgendwann zwischen drei Warm-Ups und drei Läufen der Solo-Reiter mal was anderes zu sehen. Und da sind mir die Dreiräder allemal lieber als in Zeitlupe einhersäuselnde Markencups oder die gähnend langweiligen Vorstart-Prozeduren.

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