Die grüne Hoffnung (Archivversion) Gelungener Start für das Eckl-Kawasaki-Team

Die erste Runde zur Superbike-WM in Phillip Island war ein Auftakt der Überraschungen. Daytona-Gewinner Scott Russell trat in Siegerlaune an. Doch nach einem Sturz und einem mühsam mit verschmierter Kombi geretteten siebten Platz im ersten Lauf und einem sechsten Rang mit wackelndem Fahrwerk im zweiten Rennen war er geknickt. Dafür feierte das von der Konkurrenz grob unterschätzte Kawasaki-Werksteam unter Leitung des Deutschen Harald Eckl einen Auftakt nach Maß. Im Training torpedierten sich seine Piloten Akira Yanagawa und Simon Crafar mit Platz zwei und drei in die erste Startreihe. Im Regen des ersten Laufs balancierte Crafar auf einen sicheren dritten und Yanagawa auf den vierten Platz, obwohl er beim Losfahren am Start plötzlich querstand und das Feld von hinten aufrollen mußte. Im trockenen zweiten Lauf fochten beide Piloten in einem spannenden Vierkampf mit um den Sieg. Crafar verlor drei Runden vor Schluß etwas den Anschluß an Aaron Slight und Colin Edwards, buchte abermals Platz drei und liegt nun auch auf Rang drei der WM-Wertung. Yanagawa kämpfte mit Exweltmeister Carl Fogarty bis acht Runden vor Schluß um die Führung, kam aber bei einem Ausweichmanöver Fogartys von der Ideallinie ab und stürzte. Trotzdem war Harald Eckl hochzufrieden. »Sicher, ohne den Sturz wäre es noch besser gewesen. Doch wir haben bewiesen, daß die Kawasaki ZX-7RR mit den jüngsten Leistungsteilen vom Werk voll konkurrenzfähig ist. Und wir haben zwei hochkarätige Siegfahrer, die sich gegenseitig aufbauen. Das macht mich für die nächsten Rennen optimistisch.“

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