Die Profis: Kunststoffbeschichten (Archivversion) Schichtarbeiter

Verrottete und rostige Motorradrahmen und -teile erstrahlen nach einer frischen Kunststoffbeschichtung durch den Fachbetrieb in neuem Glanz.

Minutenlang ist ohrenbetäubendes Zischen hinter den Stahltüren des Sandstrahlraums zu hören. Plötzlich ist es still. Die Türen öffnen sich, und Rami Sefer - seit fünf Jahren einer der Sandstrahler der Firma Grammdorf- kommt mit Atemmaske und Schutzanzug raus. Auf dem Arbeitstisch im Sandstrahlraum steht das Ergebnis seiner 15minütigen Anstrengungen: ein blitzeblanker Motorradrahmen, der kurze Zeit später bei der Firma Krieg an einem Förderband in drei Meter Höhe baumelt. Hier bekommt der ehemals rostige Rahmen eine neue Beschichtung verpaßt. Nach Entfettungsbad und Trockenofen verschwindet er in der automatischen Pulveranlage: Von zwei Seiten wird dort elektrostatisch aufgeladenes Polyestherpulver maschinell aufgetragen. Damit sämtliche Oberflächen ausreichend bedeckt sind, bessern am Ende des Beschichtungsraums zwei Mitarbeiter mit langen Pistolen manuell nach. Keine 30 Minuten später schwebt ein wie neu glänzender Motorradrahmen aus dem Ofen. Frisch und (noch) heiß.

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