Die Strecke

Die geplante Route wird entlang der Anden von Chile durch Argentinien, Bolivien, Peru bis nach Ecuador führen. Eine Reise durch diesen Teil Südamerikas ist eine Fahrt durch nahezu sämtliche Klimazonen und Landschaftsformen: durch Regenwald und durch die trockenste Wüste der Welt, in die eiskalte Abgeschiedenheit der Anden und des Altiplanos bis an die tropischen Strände Ecuadors. Südamerikanische Andenländer zeichnen sich durch eine enorme geografische Vielfalt aus.

Bei dieser sechsmonatigen Reise durch fünf Länder, deren Straßennetze größtenteils aus Sand- und Schotterpisten bestehen, ist es sehr schwer, im Voraus eine genaue Route zu nennen. Wichtige Verbindungen, wie zum Beispiel die bis zu 5000 Meter hohen Andenpässe, können kurzfristig nicht passierbar sein, was zu vielen hundert Kilometer weiten Umwegen führen kann. Auf der anderen Seite bietet ein halbes Jahr genügend Spielraum, um die am Schreibtisch geplante Strecke auch mal spontan zu ändern. Ganz ohne Routenplanung geht es natürlich nicht; schon deshalb, weil diverse Orte und Strecken ganz oben auf der Wunschliste von Michael Schröder und Franca Buzza stehen.

Santiago, die Haupstadt Chiles, bietet sich als Startpunkt an, da hier eine Einreise (Luftfracht) mit einem eigenen Fahrzeug nach Südamerika derzeit am einfachsten ist. Zudem eignen sich Chile und Argentinien ausgesprochen gut zur Eingewöhnung: Beide Länder gelten als relativ sichere und problemlose Reiseländer und verfügen über eine sehr gute Infrastruktur.

Zuerst ist ein Abstecher in den sogenannten Kleinen Süden von Chile geplant, jene Seen- und Vulkanregion, die sich bis zur Hafenstadt Puerto Montt erstreckt. Hier befinden sich gleich mehrere äußerst attraktive Nationalparks um die teilweise aktiven Vulkane Villarrica, Lonquimay, Lanin und Osorno. Ebenfalls geplant: Ausflüge auf die argentinische Seite der hier noch relativ niedrigen Anden, bevor es schließlich in den Norden der beiden Länder geht – dorthin, wo die Pässe höher als der Mont Blanc, der höchste Berg Europas, sind. Vom chilenischen Copiapo geht's über den 4725 Meter hohen San Francisco-Pass in Richtung Salta in Argentinien. Es folgt ein Abstecher auf den 4895 Meter hohen Abra el Acay-Pass, bevor der »nur« 4027 Meter hohe Sico-Pass die beiden MOTORRAD-Reisenden in die Atacama-Wüste in Chile bringt, die trockenste Region der Welt.

Weitere »Höhepunkte«: über eine verwegene Piste mehrere hundert Kilometer zur schwer zugänglichen, 4275 Meter hoch gelegenen Laguna Colorada in den bolivianischen Anden und zum größten Salzsee der Welt, dem Salar de Uyuni (3650 Meter), den Schröder und Buzza ungefähr Mitte April erreichen wollen.

Schließlich steht noch einmal der Norden von Chile auf dem Programm: über Arica zum höchsten See der Welt, dem Lago Chungara im über 4000 Meter hoch gelegenen Lauca-Nationalpark. Dann geht´s via La Paz zum Titicaca-See und schließlich nach Peru – zum Colca-Canyon, der tiefsten Schlucht der Welt, und nach Machu Picchu, der legendären Inka-Hauptstadt. Die nächste Station: über Lima in die Cordillera Blanca, eines der attraktivsten Kletter- und Trekking-Zentren Südamerikas. Schließlich steht Ecuador auf dem Programm. Geplante Abstecher: die Vulkane Cotopaxi und Chimborazo, der Regenwald im Osten der Andenkette und die Galapagos-Inseln, bevor am 7. August der Rückflug geht.

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