Dobes, Josef: Interview (Archivversion) Interview

Motocross-Pilot Josef Dobes, 21, aus Neuötting wird Kawasaki-Werksfahrer.

Gratulation zum Werksvertrag bei Kawasaki. Die Szene reagierte ziemlich überrascht.
Ich auch. Schließlich war ich seit elf Jahren beim Team Kurz unter Vertrag. Alle Beteiligten,
inklusive meiner selbst, gingen davon aus, dass das auch für 2005 so bleiben wird – bis dieser
Anruf kam.
Und jetzt kaufst du als Autofreak von der
Vertragsprämie den nächsten Schlitten?
Das Geld war bei meiner Entscheidung überhaupt kein Aspekt. Was zählt, ist allein die Chance, Werksfahrer zu sein.
Wer sind deine Teamkollegen?
Der Engländer Stephen Sword fährt in der MX2-WM auf Kawa, der Este Tanel Leok ist mein direkter Kollege in der MX1-Klasse.
Leok wird aber auf der neuen Viertaktmaschine fahren, du noch auf dem Zweitakter. Fühlst du dich als Werksfahrer zweiter Klasse?
Natürlich nicht. Der Viertakter wird brandneu sein und unerprobt, mein Zweitakter ist ausgereift. Dass Zweitakt-Fahrer generell im Nachteil seien, stimmt nicht. Stefan Everts und Mickael Pichon würden auch auf einem Zweitakter gewinnen.
In der vergangenen Saison hast du – allerdings nach einer Verletzung – Rang 21 in der WM geholt. Platz sieben und acht waren deine besten Laufresultate. Von Werksfahrern wird mehr erwartet.
Teamchef Jan de Groot ist dafür bekannt, Fahrer mit Potenzial auszuwählen. Das hat er mit Chad Reed schon bewiesen. Ich bin davon überzeugt, dass er weiß, dass ich noch ausbaufähig bin. Für bessere Resultate braucht es keinen Druck von außen. Ich selbst erwarte mehr von mir.

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