«Dort stimmt das Umfeld“ (Archivversion)

«Dort stimmt das Umfeld“

ADAC-Sportpräsident Hermann Tomczyk zum Sachsenring-GP.

? Herr Tomczyk, was hat den ADAC dazu bewogen, den deutschen Grand Prix vom Nürburgring an den Sachsenring zu verlegen?Ich glaube, daß der Sachsenring die am besten dafür geeignete Strecke ist. Dort stimmt das Umfeld, die Fans in der Region haben eine große Begeisterung für den Motorradsport und sind an der Rennstrecke hautnah am Geschehen dran.? Wie viele Zuschauer erwarten Sie im nächsten Jahr zum Grand Prix?Wir rechnen mit 40 000 bis 50 000 Fans. Für den Sachsenring würde das ein ausverkauftes Haus bedeuten.? Wie teuer werden die Eintrittskarten beim WM-Lauf sein?Wir wollen die Tickets etwas günstiger wie im vergangenen Jahr am Nürburgring anbieten. ? Wer finanziert die Umbaumaßnahmen an der Strecke?Es wird nicht nur in die Rennstrecke investiert, sondern auch in Strukturmaßnahmen im Umfeld. Die Gesamtkosten werden im wesentlichen vom Freistaat Sachsen getragen.? Was spricht für den Nürburgring als Superbike-WM-Schauplatz anstelle von Hockenheim?Zum einen ist der Superbike-WM-Lauf für den Ring natürlich ein Äquivalent für den verlorengegangenen GP. Zum andern ist die Ring GmbH bereit, mit uns die Veranstaltung abzuwickeln. Das heißt, die Rennstrecke wird dabei auch das finanzielle Risiko mittragen.
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GP Deutschland 1998 auf dem Sachsenring (Archivversion) - Sachsending

Der deutsche Motorrad-Grand Prix wandert in den Osten. Der WM-Lauf, zuletzt vor nur 24 000 Fans am Renntag auf dem Nürburgring ausgetragen, wird 1998 erstmals auf dem neuen Sachsenring in Hohenstein-Ernstthal gestartet, wo bekanntermaßen eine große Begeisterung für den Motorradsport herrscht. Termin ist der 19. Juli. Die Rennen zur Superbike-WM finden dafür am 7. Juni auf dem Nürburgring und nicht wie bislang im Hockenheimer Motodrom statt. Das hat der ADAC als Veranstalter beider Events Mitte November in München entschieden.Der traditionsreiche Sachsenring, 1927 als Straßenkurs eröffnet und im letzten Jahr zu einer modernen Rennstrecke umgebaut, muß aber noch WM-tauglich gemacht werden. Ein Konzept, das den fristgerechten Umbau bis zum Grand Prix garantiert, steht bereits. An der Finanzierung des mehrere Millionen Mark teuren Projekts ist der Freistaat Sachsen maßgeblich beteiligt. Auf dem 3,7 Kilometer langen Kurs werden zwei Bremsschikanen eingebaut, Sturzräume erweitert, Leitplanken versetzt und der Belag erneuert. Weitere Umbaumaßnahmen betreffen die Streckensicherung, das Fahrerlager und die Boxenanlage. Außerdem werden zusätzliche Tribünen errichtet.

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