Drucktechnik (Archivversion) druckeberger

Bis nach dem Zweiten Weltkrieg blieb der Buchdruck in der Tradition Gutenbergs das vorherrschende Druckverfahren. Dabei liegen die druckenden Teile erhöht, alle nicht druckenden Teile sind vertieft. Erst als sich Fotosatz und Scannen durchsetzten, verdrängte der Offsetdruck zwischen 1960 und 1980 den Buchdruck fast völlig. Beim Offsetdruck (Flachdruck) liegen die druckenden und nichtdruckenden Teile nahezu flach nebeneinander auf der Plattenoberfläche. Die Druckplatte ist so präpariert, dass alle druckenden Zonen fettfreudig reagieren, also Druckfarbe annehmen, und alle nichtdruckenden Zonen wasserfreundlich sind, also Druckfarbe abstoßen. Ab Mitte der 70er Jahre kam der Tiefdruck bei MOTORRAD zum Einsatz. Aufgrund der Eigenart der Druckform ist er für hohe Auflagen das am besten geeignete Verfahren mit hoher Wiedergabequalität von Halbtonbildern (ein- oder mehrfarbig mit kontinuierlich verlaufenden Helligkeitsstufen von Weiß bis Schwarz beziehungsweise Hell bis Dunkel) und feinsten Rastern. Kennzeichnend für den Rotationstiefdruck sind die schweren, verkupferten und verchromten Druckformzylinder aus Stahl. In Tiefdruckformen liegen die druckenden Elemente vertieft in der Oberfläche. Mittels eines Rasters entstehen viele kleine Näpfchen und die notwendigen Stege. Die Näpfchen nehmen die Farbe auf. Von der Druckformoberfläche wird die überschüssige Farbe mit einer so genannten Rakel abgestreift. Je tiefer und größer die Näpfchen, umso dunkler ist der gedruckte Farbton, je flacher und kleiner, umso heller.In den großen Tiefdruckereien können heute mit 3,5 Meter breiten Druckzylindern für MOTORRAD 108 Seiten in einem Durchgang vierfarbig beidseitig bedruckt werden. Ein großer Zeitvorteil für die aktuelle Zeitschriften-Produktion.

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