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Vor dem Start wird Feuer gemacht.

DSSC-Scooter-Auftaktrennen in Meinerzhagen Stealth-Fighter auf kleinen Rädern

Über 200 Fahrer gehen an den Start beim ersten Lauf der Saison des DSSC (Deutsches Scooter Sprint Comitee). „Der Klassiker ist zurück, 150 Meter auf dem Flugplatz in Meinerzhagen“, so wirbt die Meisterschafts-Crew unter den Flügeln von Scooter Attack in Saarbrücken.

Schon beim Ankommen auf dem bestens gefüllten Gelände im Schatten des Flug-Tower wird klar: Die hier vorgestellten Aggregate haben mit Serie oder Nasenbohrern schon lange nichts mehr zu tun. Hier wird richtig aufgerüstet. Stephan Reintgen als Organisator der bestens gebuchten Veranstaltung fügt noch hinzu: „Hier gibt es mittlerweile sogar nur noch wenige Teilnehmer, die unter 25 Jahre alt sind.“

Ganze Freundschafts- und Familienverbände schrauben um ihre PKW und Anhänger herum an diesem sonnigen Tag im Sauerländischen Meinerzhagen. Das sieht nicht anders aus als im Fahrerlager am Nürburgring oder in Oschersleben. Der Leistungsprüfstand mit kostenlosem Check läuft genauso heiß wie die Protagonisten auf dem Flugfeld, dem Dragstrip, wenn immer zwei Teilnehmer Aufstellung nehmen vor der Startampel, im Fachjargon wegen ihrer senkrechten Lichterkette auch liebevoll „Weihnachtsbaum“ genannt. Kurz mit dem Hinterrad das Burnout-Brett davor malträtieren zum Warmmachen, dann geht’s an den Start.

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Höchstgeschwindigkeiten bis zu 147,6 km/h

Ja, laden die hier im Dunstkreis des Airports etwa Flugzeugbenzin? Die Anzeigentafeln zeigen Höchstgeschwindigkeiten bis zu 147,6 km/h. Die Beschleunigungsbestzeit an diesem Tag wird in der Klasse „Maxiscooter“ bei etwas über 5 Sekunden liegen, gefahren von Michael Görges, der selber so dürr ausschaut wie sein Drag-Scooter. In 17 verschiedenen Klassen messen sich die unterschiedlichsten Renner. Dabei sehen die Verkleidungen manchmal aus wie aus Pappmaché. Aber gerade diese Gestalten sind oft unfassbar schnell unterwegs.

Hinter der Frontplastik werkeln professionelle Lenkungsdämpfer und Federbeine, dicke Ein- bis sogar Zweizylinder-Motoren, offene Luftfilter in allen aufgeblasenen Größen, zigfach perforierte Gehäusedeckel, knackige Bremsscheiben mit fetten Kolben, akkurat mit Zwirbeldraht gesichert bis zum Anschlag. Serienleistung? Pustekuchen! Die weiteren Läufe werden zeigen, ob technischer Aufwand und Fahrerleistung von Erfolg gekrönt sein werden. Die Ergebnisliste gibt's hier:

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