Durchzug (Archivversion)

Der Durchzug im letzten Gang zwischen 60 und 180 km/h ist eigentlich ebenfalls eine Beschleunigungsprüfung und entsprechend von den gleichen Fahrwiderständen abhängig. Über die Durchzugswerte entscheidet aber auch die Verhältnismäßigkeit aus drehzahlabhängiger Leistungsentfaltung und der »Länge« des letzten Gangs. Ein gerade bis 190 km/h übersetztes Motorrad hat Vorteile gegenüber einem, dessen letzter Gang bis 300 reicht und das bei 180 gerade zwei Drittel seiner Nenndrehzahl erreicht.Letztlich entscheidet nur die vom Motor zur Verfügung gestellte Zugkraft über den Durchzug – und da hat eine Kawasaki ZX-12R die Nase gewaltig vor einer W 650. Interessant die Unterschiede zwischen leicht und schwer besetzt: Von 60 bis 100 km/h gleichen sich die Werte, darüber hinaus lässt die W viel stärker nach als die ZX. Warum? Bei Tempo 60 bollert die W 650 bereits im satten Leistungsband, während die ZX-12R noch ein bisschen müde nach Drehzahl ringt.

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