Editorial Yamaha gegen BMW GS

Nach langen Jahren der Agonie wagt endlich einmal wieder ein japanischer Hersteller, BMW in deren Kern-geschäft anzugreifen. Kein Zweifel: Die brandneue Yamaha XT 1200 Z Super Ténéré passt perfekt, um der BMW R 1200 GS Paroli zu bieten. Jener Boxermaschine, die seit vielen Jahren die Bestsellerlisten hier in Deutschland und zunehmend auch im Ausland anführt.
Ich hatte schon die Befürchtung, dass sich die japanischen Motorradhersteller vollständig aus dem erlebnisorientierten Segment der Reiseenduros verabschieden. Aber diese neue Yamaha überzeugt vollkommen - jedenfalls von der Papierform her. Ein auf viel Durchzug abgestimmter kerniger Zweizylindermotor, eine abenteuerlustige Optik, bequem aussehende Sitzgelegenheiten, Koffersystem, ABS-Kombi-Bremse und das Wichtigste für sorgenfreies Touren: ein Kardanantrieb.
So eine Maschine gab es schon lange nicht mehr aus Japan, auch die erste Super Ténéré, die 1989 auf den Markt kam, war bei weitem nicht so überzeugend. Bei der MOTORRAD-Leserwahl, deren Ergebnisse sie auf Seite 102 finden, wird die BMW-Dominanz langsam unheimlich. Die neue Yamaha ist auf jeden Fall eine deutliche Kampfansage an BMW.
Auf und in dieser Ausgabe von MOTORRAD finden Sie, liebe Leserinnen und Leser, zwei nützliche Booklets. Diese bekommen sie dank unserer Sponsoren gratis zum Heft dazu. Auf dem Titel klebt unser beliebter Terminplaner für die Saison 2010 und auf dieser Seite die zweite Auflage unseres Ratgebers "Motorrad fahren gut und sicher".

Viel Spaß beim Lesen und eine tolle Saison wünscht Ihnen
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