Editorial (Archivversion) Klares Leservotum

Der Trend deutete sich schon in den Letzten Jahren an: Sie, liebe Leserinnen und Leser, wählen immer weniger japanische Motorräder. Eine Entwicklung, die sich auch bei der Wahl zum Motorrad des Jahres 2009 fortsetzte. Warum ist das so?

Nach wie vor stellen die großen Vier aus Fernost den Löwenanteil an neu zugelassenen Maschinen in Deutschland. Und nach wie vor kann man davon ausgehen, dass ein japanisches Motorrad sehr gute Qualität zu einem ansprechenden Preis bietet. Da hat sich nicht viel geändert.

Was neu ist: In Europa und in den USA werden inzwischen ebenfalls wirklich gute Maschinen gebaut, die es mit den Qualitäten der japanischen Marken aufnehmen können. Darüber hinaus – und jetzt komme ich auf den Punkt – transportieren sie meist ein viel prägnanteres Image, da diese Motorräder oft von Nischenanbietern stammen.

Eine Ducati ist die italienische Sportmaschine, eine Harley-Davidson der amerikanische Cruiser, eine Boxer-BMW die klassische deutsche Reisemaschine. Diese Marken verkörpern somit immer einen speziellen Teil des Angebots, während die fernöstlichen Hersteller gerne alles abdecken wollen. Besser gesagt: wollten. Denn inzwischen haben sich fast alle Japaner aus dem Segment der Reise-Enduros und Tourer verabschiedet. Und mischen in neuen Segmenten, wie beispielsweise bei den Supermotos, noch gar nicht mit.

So verwundert das Ergebnis unserer Leserwahl nicht. Den Trend umkehren zu wollen, das kann man zumindest Yamaha dieses Jahr zugestehen. Mit der neuen Vmax, der mutig gestalteten R1 sowie den XJ-Modellen in der Mittelklasse gehört die Marke zu den innovativsten. Und immerhin trägt Yamaha als einzige japanische Marke einen Sieg nach Hause. In welcher Klasse, lesen Sie ab Seite 100.

Herzlichst Ihr
Michael Pfeiffer

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