Editorial (Archivversion) Das war Spitze

Die Intermot 2006 ist gelaufen. Über 187000 Besucher strömten in die neuen Messehallen Kölns, um die Neuheiten für 2007 in Augenschein zu nehmen. Ein voller Erfolg. Gut
20 Prozent mehr Besucher als noch vor zwei Jahren in München,
der Standortwechsel hat sich für die Motorradindustrie ausgezahlt.
Aber auch für uns von MOTORRAD. Selten zuvor war unser Messestand so stark umlagert wie in Köln. Den Höhepunkt bildete der Sonntag, als Sport-Redakteur Michael Rohrer die Übertragung des MotoGP-Rennens in Estoril live kommentierte. Da wurde der Stand nahezu überrannt.
Kraftvoll haben der Industrie-Verband Motorrad, die Messe
Köln und alle anderen Unterstützer der Zweirad-Szene gezeigt, zu was sie fähig sind. Vom Motorrad-Gottesdienst bis zur Stuntshow, vom Design-Preis bis zum IDM-Supermoto-Rennen, für alle und jeden war etwas geboten.
Doch was war mit dem Hauptthema der Messe, den neuen Maschinen? Gehen wir es mal alphabetisch an: Aprilia? Hatte
keinen Stand. Benelli? Da geht wieder etwas, hübsche Zweizylinder,
eine motivierte Enduro. BMW? Stark, neue Einzylinder, Megamoto,
K 1200 R Sport. Cagiva? Nicht da. Ducati? Okay, Hypermotard, Desmosedici, Multistrada mit 1100er-Motor. Harley? Immer gut,
XR 1200, gefällt. Honda? Etwas spärlich, CBR 600 RR, Hornet 600, leicht modifizierte Varadero 1000, 125er. Keine neue Baureihe, keine neue Idee. Kawasaki? Mächtig: 1400 GTR, Versys, Z 1000, ZX-6R. Bums! Moto Guzzi, MV Agusta? Waren nicht vertreten. Suzuki?
B-King, GSX-R 1000, neue Bandits, nicht schlecht. Yamaha? Weniger, als gedacht. Neuauflage der R1, Fazer 1000.
Studien, neue Ideen, neue Konzepte, neue 125er? Zu wenig in meinen Augen. Da muss bei der nächsten Intermot mehr passieren.

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