Editorial

Foto: MRD

Neues von Honda

Das ist doch nicht zu fassen: da baut Honda ein blitzsauberes retrobike, und in Deutschland kann es keiner kaufen. Die schöne Honda CB 1100 wird nicht importiert, so die Aussage von Honda Deutschland. In Japan hätte sie nur 88 PS Leistung, und das sei für den hiesigen Markt zu wenig.

Da muss ich ganz energisch widersprechen. Gerade in dieser Ausgabe von MOTORRAD wird eine Honda mit 44 PS getestet (siehe Vergleichstest ab Seite 48) und keineswegs als unendlich lahm abgetan. Für einen Einsteiger-Chopper ist das doch gerade recht, oder? So. Und wie viel Leistung muss ein Naked Bike im Retro-Stil haben? Mir reichen 88 PS da durchaus, vor allem, wenn sie so appetitlich verpackt sind wie in dem hübsch verrippten Vierzylinder der Honda. Das ist Motorradfahren pur - solide Technik, klassische Optik und dennoch ein toller Auftritt. Nicht alles muss sich hinter Plastik und Wassermantel verstecken, was uns voran treibt.

Aus meiner Sicht ist es wichtig, dass es Alternativen zu den modernen Bikes gibt. Die Retro-Schiene ist so eine Alternative. Triumph beispielsweise verkauft ohne Ende Retro-Bikes. Und Harley-Davidson? Die leben Retro. Sonst suchen Motorradfahrer eben auf dem Gebrauchtmarkt. Und der boomt nach wie vor. Noch Fragen?

Also, liebe Honda-Leute: Nur Mut, und her mit der CB 1100. Und die noch hübschere Version mit der kleinen Lenkerverkleidung bitte gleich dazu. Ich bin mir sicher, dass nicht wenigen Bikern bei ihr das Herz und dann auch der Geldbeutel aufgehen werden. In Japan scheint man das ja auch zu glauben, sonst hätte man die CB wohl gar nicht gebaut. Den ersten Fahrbericht lesen Sie in ab Seite 38.

Viel Spaß mit dieser extra dicken Frühlingsausgabe wünscht Ihnen

Michael Pfeiffer

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