Editorial Ducatis Antwort auf die BMW S 1000 RR

Die BMW S 1000 RR hat die Supersportwelt dramatisch verändert. Niemand hätte den Münchnern zugetraut, auf Anhieb ein solch überlegenes Motorrad auf die Räder zu stellen. So wurde die schnelle BMW zum Abräumer der Saison, gewann nahezu jeden Vergleichstest weltweit und wurde inzwischen über 7000 Mal gebaut.

Die Erfolgsfaktoren der BMW sind schnell erfasst: etwa 20 PS mehr als die Konkurrenz, sporttaugliches ABS und Trak-tionskontrolle, eigenständiges Design. Und das gibt es alles zu einem Preis, der auf dem Niveau von Honda, Yamaha & Co. liegt. Mich wundert deshalb nicht, dass die BMW die meistverkaufte Sportmaschine in Deutschland ist und die am zweitmeisten verkaufte große Supersportlerin weltweit. BMW hat wohl alles richtig gemacht.

Ich bin gespannt, ob die bisherigen Chefs im Ring zurückschlagen werden. Wie lange werden sich die großen Vier aus Japan von BMW auf der Nase herum tanzen lassen? Kawasaki immerhin bringt eine neue ZX-10R. Von den anderen drei japanischen Marken ist noch nichts bekannt.

Dafür sickerte durch, dass Ducati an einem extrem starken Supersportler mit Ultrakurzhub-V2 arbeitet. Die Sensation wird dabei das revolutionäre Fahrwerk sein (siehe Reportage ab Seite 10). Und mit kolportierten gut 205 PS soll die neue Ducati dann auch BMW in die Schranken verweisen.

Schön, dass es noch Marken mit konstruktivem Mut gibt. Dass Mut hilft, beweist Ducati gerade mit der für die Marke ungewöhnlichen Multistrada. Die Power-Enduro ist auf Anhieb die bestverkaufte Ducati. Wären nur alle so taff ...

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