Editorial Ducati macht es richtig

Endlich wieder klettern die Temperaturen über die 10-Grad-Grenze. Dieser harte Winter hat uns in der Redaktion ganz schön zugesetzt, denn in Deutschland ging nichts - fast alle unsere Tests mussten in südlichen Gefilden durchgezogen werden. Und auf den schönen Bildern sieht man ja nicht, dass es auch in Frankreich zu dieser Jahreszeit ziemlich frisch sein kann.

Völlig euphorisiert berichtete Tester Rolf Henniges von der Ducati Diavel. Seine ersten Fahreindrücke, die Sie, liebe Leserinnen und Leser, ab Seite 44 nachlesen können, verschlugen dem sonst so redegewandten Kollegen kurzfristig die Sprache. Ein so mächtiges Motorrad, das gleichzeitig so leichtfüßig und handlich ist, hatte er nicht erwartet. Wie hat Ducati das angestellt? "Bei den Italienern ist alles anders. Ich glaube, die bauen aus dem Bauch raus irgendein völlig geiles Motorrad und überlegen sich erst hinterher, wer das kaufen soll. Die machen keine Marktforschung oder so was", meinte Rolf.

Ich glaube, dass er da Recht hat. Und ich bin überzeugt, dass Ducati das sogar völlig richtig macht. Denn wir Motorradfahrer sind eine so heterogene und begeisterungsfähige Zielgruppe, da nützt Marktforschung wenig. Wir begeistern uns für mutige und besondere Motorräder, die nicht an jeder Straßenecke stehen. Sagen Sie einmal einem Marktforscher, er soll etwas Neues erfinden. Kann er nicht.

So viel Mut, wie Ducati ihn mit der Diavel bewiesen hat, wünsche ich allen Motorradherstellern. Nehmt euch ein Herz und baut klasse Maschinen. Das funktioniert garantiert. Hat ein gewisser Herr Soichiro Honda vor 45 Jahren ja auch so gemacht. Und damit die Welt erobert.

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