Eingreifen der Rennleitung (Archivversion) "No Big Deal"

Den Rekord hatte Eisspeedway-Fahrer Nikolai Krasnikov bereits letztes Jahr aufgestellt: Mit 20 Jahren war er
jüngster Weltmeister der Spike-Historie geworden. Dieses Jahr setzte der Russe noch einen drauf – mit seinen GP-Siegen drei und vier bei den beiden WM-Final-
rennen im niederländischen Assen wurde
der Baschkire mit dem Maximum von 100 Punkten zum zweiten Mal Weltmeister.
Die Vorentscheidung fiel bereits beim GP3 am Samstag vor 8000 Zuschauern, als der Russe Junir Baseev im A-Finale führte und Krasnikov bei einem Angriff in die Strohballen flog. Der Schiedsrichter disqualifizierte Baseev als Verursacher von Krasnikovs Sturz für den Wiederholungslauf, bei dem der Weltmeister sich als
Sieger schon vor dem letzten GP einen
uneinholbaren Vorsprung sicherte.
Von den vier deutschsprachigen Fahrern in der GP-Endrunde konnte nur der Österreicher Franz Zorn überzeugen. Im letzten GP-Rennen kam der Saalfeldener erstmals in das A-Finale der vier tages-
besten Piloten und als bester Westeuropäer auf WM-Rang fünf. Der aus Russland
stammende, deutsche Eisspeedway-Meister Viatcheslav Nikulin schloss die WM mit
einem enttäuschenden 14. Platz ab. Robert Eibl aus Herrsching war nur als Reservefahrer in den GP gegangen, durfte deshalb lediglich zwei der vier Rennen fahren und beendete die Saison als Siebzehnter. ts

WM-Endstand (nach 4 Läufen): 1. Nikolai Krasnikov (RUS) 100 Punkte; 2. Junir Baseev (RUS) 70; 3. Michail Bogdanov (RUS) 64; 4. Vladimir Lumpov (RUS) 58; 5. Franz Zorn (A) 56;...17. Robert Eibl (D) 8.

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