Eisspeedway-WM-Finale <br /><br /> Berlin (Archivversion) Russisch Roulette

Beim Eisspeedway-WM-Finale in Berlin-Wilmersdorf machte der 21-jährige Russe Nikolai Krasnikov den Sack zu und holte sich mit Platz zwei im letzten Rennen den ersten Weltmeistertitel seiner Karriere. Doch er musste lange zittern, bis er endlich feiern konnte: Seine Landsleute nahmen keine Rücksicht, allen voran Vitalij Khomitsevitch. Der attackierte Krasnikov am Samstag einmal so heftig, dass der stürzte und disqualifiziert wurde. Weil
der angehende Champion im A-Finale von
einem verspätet hochgehenden Startband behindert wurde, standen am Abend vor dem entscheidenden Sonntag nurmehr neun Punkte Vorsprung auf seinem Konto. Im alles entscheidenden Rennen reichte dann aber Rang zwei hinter Doppelsieger Khomitsevitch für die WM-Krone.
Bester Deutscher im Gesamtklassement wurde Robert Eibl als Zwölfter – er hatte am Samstag einen zwölften und am Sonntag einen zehnten Platz im Finale erreicht. Günther Bauer, der nach seinem schweren Sturz in Assen noch im Krankenhaus liegt, blieb nur der Trost, dass Krasnikov mit einem seiner KLM-Jawa-Motoren gewonnen hatte – der neue Weltmeister hatte ihn noch von der Rennstrecke aus angerufen. Bauers Gesundheitszustand bietet dagegen keinen Anlass zur Freude: Sein linkes Knie ist fast völlig zerstört, alle Bänder sind gerissen, die Kniescheibe und der Schienbeinkopf zersplittert. Wenigstens sind die Nerven heil geblieben, so dass die Ärzte eine Chance auf Heilung sehen. Vor 2007 wird Bauer jedoch definitiv auf kein Motorrad mehr steigen. ts

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