Eisspeedway-WM in Assen/NL (Archivversion) Ausgebauert

Traumkulisse: 15000 Zuschauer wollten im Assener Eisstadion miterleben, wie der Oberbayer Günther Bauer den
russischen Eissputniks im Kampf um die Weltmeisterkrone Paroli bieten würde. Doch der 33-Jährige hatte die Arena bereits vor den entscheidenden Rennen verlassen: Beim Training zu dem vor den WM-Läufen ausgetragenen Golden-Spike-Rennen war der auf Platz drei der Eisspeedway-WM rangierende Bauer so schwer gestürzt, dass zumindest die Saison 2005 für ihn beendet ist. Nach einem Wheelie kam Bauer mit dem Vorderrad in tiefen Schnee, krachte in die Strohballen und riss sich alle Bänder am linken Knie. Zudem wurde ein Bruch des Knies befürchtet.
So teilten die Russen die Rennerfolge brüderlich unter sich auf – auch weil der einzige weitere deutschsprachige Fahrer, der den Dominatoren des Wintersports
etwas entgegenzusetzen hatte, vom Pech verfolgt war. Franz Zorn aus Saalfeld/A stürzte am Samstag im Kampf gegen drei Russen in Führung liegend, weil sich sein Gaszug verklemmt hatte. Am Sonntag fiel er in einem Vorlauf aus, nachdem ihm der Stoßdämpfer gebrochen war. Der letzte im Spike-GP verbliebene Deutsche, Robert Eibl aus Herrsching, kam auf die Plätze zwölf und zehn. GP-Gewinner wurden Weltmeister Dimitri Bulankin am Samstag und Iwan Iwanov am Sonntag. tsc

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