Enduro-WM in Guimaraes/P (Archivversion) Enduro-WM

Weltmeister Juha Salminen drückte dem zweiten Lauf zur Enduro-Weltmeisterschaft 2004 im portugiesischen Guimaraes seinen Stempel auf. Mit zwei Tagessiegen sorgte der Finne dafür, dass er nicht nur die Enduro-2-Klasse mit dem Maximum von 100 Punkten anführt, sondern auch die Gesamtwertung aller Fahrer. »Ich habe es doch gewusst: Wenn ich ein bisschen aggressiver werde, dann klappt das schon«, kommentierte er seinen Auftritt.
Dabei hatte es für den KTM-Fahrer zunächst gar nicht so gut ausgesehen. Denn er musste als Erster auf die Strecke und in den Sonderprüfungen zunächst einmal die Spur durch das lose Geröll ziehen. Ab der zweiten Runde, als er die gleichen Bedingungen vorfand wie die Konkurrenz, zog er jedoch davon. Auch am zweiten Tag musste er als Erster starten, und erneut war das nicht von Vorteil. Salminen: »In einer der Prüfungen hatte ein Allrad-Fahrzeug die Anlieger platt
gemacht, und im Cross-Test stand die Maschine eines Marshalls mitten auf der Strecke, als ich angeflogen kam.«
Pech hatte Marcus Kehr, der bislang beste Deutsche. Am ersten Tag ver-
wickelte sich gleich zu Beginn der Cross-Prüfung ein Absperrband im Hinterrad. Weil er wenig später den Auspuff seines Zweitakters beschädigte, musste er zwei Prüfungen mit verminderter Motorleistung durchstehen und kam als 19. gerade noch in die Punkteränge. Tag zwei lief nicht besser. Zwar hatte Kehr als ech-
ter Endurofahrer Werkzeug dabei und konnte die gerissene Kette vor Ort reparieren. Doch die Aktion kostete ihn mehr als vier Minuten und warf ihn auf den punktelosen 24. Platz zurück.

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