Enduro-WM in Puerto Lumbreras/E (Archivversion) Bayern-Premiere

Beim ersten WM-Lauf des Jahres, im verschneiten Schweden, hatten die skandinavischen Enduropiloten noch einen Heimvorteil, den sie auch weidlich nutzten. Bei der zweiten Runde im sonnigen Spanien auf vorwiegend steinigem Untergrund war es damit vorbei. Stattdessen trumpfte Ivan Cervantes auf und wurde von seinem Heimpublikum fast wie ein Popstar gefeiert.
Der zweimalige E1-Weltmeister meldete auch nach seinem Umstieg in die E3-Kategorie auf dem großen Viertakter Titelambitionen an, selbst wenn er in der Gesamtwertung noch hinter Marko Tarkkala blieb. Mit zwei sechsten Plätzen schob sich der Deutsche Markus Kehr auf Platz fünf in der WM-Zwischenwertung.
In der E2-Kategorie war für
die Nordländer ebenfalls nichts zu
holen: Der Franzose Jonny Aubert gewann an beiden Wettkampftagen und verwies die Finnen Mika Ahola und Weltmeister Samuli Aro auf die Plätze. Lediglich in der E1-Klasse gab es einen finnischen Erfolg durch den siebenfachen Weltmeister Juha Salminen auf KTM.
Neben den Topresultaten in Spanien stand vor allem das BMW-Team im Blickpunkt, das bei dieser Gelegenheit mit der neuen 450er offiziell die Bühne der Enduro-WM betrat. Als Fahrer wurden Sascha Eckert und – überraschend – der Belgier Joël Smets präsentiert. Der fünfmalige Motocross-Weltmeister, der eigentlich bereits den Ruhestand angetreten hatte, soll mit seiner
Erfahrung helfen, den bayerischen
Prototyp weiterzuentwickeln. Platz 13
am ersten Fahrtag folgte am zweiten Tag jedoch ein Ausfall wegen eines Kurzschlusses im Kabelbaum. Eckert hingegen beendete als 15. und 18. nicht nur beide Tage in der Wertung, sondern auch in den Punkterängen.
Zur Verstärkung an der Strecke hatten sich die Münchner der Dienste von Thomas Mäser und seinem Team gesichert. Dieser Pakt zwischen Husqvarna-Mann Mäser und BMW nährte erneut Gerüchte, dass die Bayern Husqvarna übernehmen und so einen Schritt in Richtung Sportlichkeit machen könnten. rp

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