Enduro-WM––––– (Archivversion) Die Meister kippen?–––––

Zum Auftakt der Enduro-WM im portugiesischen Lousa bei Dauerregen schien keiner der Weltmeister in der Lage zu sein, standesgemäß aufzutreten. Der Australier Shane Watts wirkte in der 125er Klasse hypernervös: Am zweiten Tag wurde er gerade noch Zehnter. Seinem KTM-Kollegen Stefano Passeri gelang zwar am ersten Tag noch ein Sieg, doch auch er war am zweiten Tag dem sehr starken Roman Michalik auf TM nicht gewachsen. 250er Weltmeister Stéphane Peterhansel auf der neuen 400er Viertakt-Yamaha trat mit geschwollenem linken Knie an und humpelte nach dem ersten Fahrtag mit schmerzverzerrtem Gesicht als Dritter aus dem Parc fermé. Am zweitenTag sprang die Yamaha nicht rechtzeitig an, und es gab schon vorab zehn Strafsekunden. Daß die Werks-Yamaha danach von Unbeteiligten angeschoben wurde, übersahen die Offiziellen geflissentlich und ließen den Top-Star auf Rang vier fahren. 400er Weltmeister Mario Rinaldi stürzte und schlitzte sich am eigenen Lenker den rechten Arm auf.In der 250er Klasse wäre nach Peterhansels Ausscheiden nun Giovanni Sala der legitime Thronfolger gewesen, doch der eliminierte sich bei einem Sturz in der Cross-Prüfung. Wieder mußte mit dem Franzosen Eric Bernard ein KTM-Kollege einspringen. Den zweiten Tagessieg aber holte sich GasGas-Mann Petteri Silvan. Einzig in der großen Viertakt-Klasse scheint der Weltmeister, der Finne Kari Tiainen, in Topform zu sein. Der KTM-Fahrer gewann den ersten Tag, wenn auch denkbar knapp vor dem Vizemeister Anders Eriksson auf der Husqvarna. Am zweiten Tag wendete sich das Blatt, dennoch war Tiainen nicht unzufrieden.

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