Enduros (Archivversion) Die Stollenträger greifen an, allerorten werden tolle neue Enduros gebaut

Die großen Reise-Enduros kommen wieder, aber auch in der Sportecke machen große wie kleine Hersteller mit rasanten Einzylindern mobil.

Wer hätte vor drei, vier Jahren noch gedacht, dass die großen Reise-Enduros mal eine derartige Renaissance erleben würden. Technologisch nurmehr von BMW zeitgemäß versorgt, rieb sich alle Welt die Augen, als letztes Jahr die ultra-komfortable Honda Varadero und die völlig überarbeitete, mit geregeltem Kat ausgerüstete Triumph Tiger antraten. In Mailand legte Cagiva mit der Navigator, angetrieben vom Suzuki TL 1000-Kraftpaket, noch einen nach. Und BMW hat schon im Spätsommer die beinahe perfekt renovierte GS vorgestellt, jetzt mit drehmoment-optimiertem 1150er-Boxer, Overdrive und mehr Komfort.Während die zivilen Einzylinder-Enduros etwas stagnieren, die neue BMW F 650 kommt erst nächstes Jahr, nur Suzuki unterzog die Freewind einem milden Facelift, entwickeln die Pisten-Singles richtig Dynamik. Suzuki präsentierte mit der DR-Z einen höchst sportiven Nachfolger der DR 350, der in den USA bereits volle Wettbewerbsfähigkeit bewiesen hat. KTM verkauft jetzt endlich die neuen und begeisternden 520er- beziehungsweise 400er-Modelle, auf die alle Stollen-Freaks schon das ganze Jahr gewartet haben. Es heißt, die Österreicher hätten bereits Lieferprobleme. Husaberg und Husqvarna gehen ebenfalls mit frischem Material in die neue Saison und Yamaha immerhin mit gründlich renoviertem. Gutes Handling und leichte Beherrschbarkeit der Motorleistung steht bei allen Hard-Enduros vor schierer Kraft. In diese Richtung soll auch Hondas XR 650 marschieren, wenngleich sie in ihrem Alu-Rahmen immerhin einen wassergekühlten Vierventiler mit satten 61 trägt.

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