ergebnisse (Archivversion)

Grand Prix

Superbike, 1. Lauf: 1. Jürgen Oelschläger (Ainring/Honda), 17 Runden (72,335 km) in 23.24,836 min (Schnitt 185,364 km/h); 2. Michael Schulten (Bottrop/Honda), 0,120 sek zurück;
3. Andreas Meklau (A/Suzuki), +0,434; 4. Robert Ulm (A/Suzuki); 5. Stefan Scheschowitsch (Bad Urach/
Yamaha).
Schnellste Runde: Meklau in 1.21,428 min (188,117 km/h).
Superbike, 2. Lauf: 1. Schulten, 17 Runden (72,335 km) in 23.25,253 min (Schnitt 185,309 km/h);
2. Ulm, 3,278 sek zurück; 3. Meklau, +3,319;
4. Christian Zaiser (A/Suzuki); 5. Scheschowitsch.
Schnellste Runde : Schulten in 1.21,659 min (187,585 km/h).
IDM-Stand nach acht von 16 Läufen: 1. Schulten (185 Punkte); 2. Oelschläger (128); 3. Meklau (98); 4. Ulm (98); 5. Philipp Hafeneger (Solingen/
Yamaha/88).
Supersport: 1. Max Neukirchner (Thalheim/Honda)*, 12 Runden (51,060 km) in 17.04,303 min (Schnitt 179,455 km/h); 2. Tobias Kirmeier (Forstern/Honda), 0,364 sek zurück; 3. Werner Daemen (B/Honda), +0,543; 4. Kai-Børre Andersen (N/Kawasaki);
5. Herbert Kaufmann (Ismaning/Yamaha).
Schnellste Runde: Andersen in 1.24,255 min (181,805 km/h).
IDM-Stand nach vier von acht Läufen: 1. Kaufmann (62 Punkte); 2. Andersen (57); 3. Arne Tode
(Glauchau/Yamaha/47); 4. Thomas Wendel (Maintal/Honda/43); 5. Daemen (41).
125 cm3: 1. Michael Ranseder (A/KTM), 12 Runden (51,060 km) in 18.08,150 min (Schnitt 168,925 km/h); 2. Stefan Bradl (Zahling/KTM), 2,003 sek
zurück; 3. Sascha Hommel (Reichenbach/Honda), +7,354; 4. Philipp Eitzinger (A/Honda); 5. Patrick
Unger (Oberlungwitz/Aprilia).
Schnellste Runde: Hommel in 1.29,571 min (171,015 km/h).
IDM-Stand nach vier von acht Läufen: 1. Ranseder (91 Punkte); 2. Hommel (69); 3. Unger (57);
4. Manuel Mickan (Uhyst a. T./Honda/46); 5. Meik Minnerop (Siegen/Honda/44).
Gespanne: 1. Steinhausen/Hopkinson (Nümbrecht/ GB, LCR-Suzuki), 12 Runden (51,060 km) in 17.24,065 min (Schnitt 176,058 km/h); 2. Klaffenböck/Parzer (A/A, Yamaha)*, 9,690 sek zurück;
3. Roscher/Hänni (Großalmerode/CH, LCR-Suzuki), +30,639; 4. Doppler/Wagner (A/A, LCR-Yamaha);
5. Centner/Helbig (Radebeul/Radebeul, LCR-Yamaha).
Schnellste Runde: Steinhausen/Hopkinson in 1.25,751 min (178,633 km/h).
IDM-Stand nach vier von acht Läufen: 1. Steinhausen/Hopkinson (100 Punkte); 2. Roscher/Hänni (69); 3. Schlosser/Ruckli (CH/CH, LCR-Suzuki/59);
4. Doppler/Wagner (53); 5. Göttlich/Kölsch (Eibau/Neunkirchen, LCR-Suzuki/46).
Red-Bull-Rookies-Cup: 1. Stefano Sciré (Dormagen), 12 Runden (51,060 km) in 19.13,678 min (Schnitt 159,330 km/h); 2. Joshua Sommer (Husby), 0,212 sek zurück; 3. Hendrik Hanke (Bergkamen), +1,103; 4. Maximilian Schindler (Goldbach); 5. Lukas Becker (Bad Driburg), alle Honda RS 125.
Schnellste Runde: Schindler in 1.34,162 min (162,677 km/h).
Cup-Stand nach drei von acht Läufen: 1. Sommer (56 Punkte); 2. Jennifer Kaulbach (Rüdesheim/45);
3. Sciré (44); 4. Steven Michels (Oberhausen/41);
5. Schindler (39).
Yamaha-R6-Dunlop-Cup: 1. Timo Gieseler (Freudenberg-Hohenhain), 12 Runden (51,060 km) in 17.51,330 min (Schnitt 171,577 km/h); 2. Dennis
Sigloch (Ditzingen), 3,052 sek zurück; 3. Simon
Siewert (Boll), +3,158; 4. Peter Ungemach (Westerkappeln); 5. Pascal Eckhardt (Sonthofen).
Schnellste Runde: Markus Mrohs (Schwanewede)
in 1.27,872 min (174,322 km/h).
Cup-Stand nach fünf von acht Läufen: 1. Ungemach (75 Punkte); 2. Eckhardt (67); 3. Gieseler (63);
4. Daniel Bock (Hambergen/61); 5. Sigloch (55).
Suzuki-Bridgestone-GSX-R-Cup: 1. Oliver Skach (Dormagen), 12 Runden (51,060 km) in 17.36,884 min (Schnitt 173,923 km/h); 2. Frank Heidger
(Teningen), 0,098 sek zurück; 3. Klaus Schulz (Velen), +7,820; 4. Udo Reichmann (Kesselsdorf); 5. Rico Loewe (Bärenstein) alle Suzuki GSX-R 750.
Schnellste Runde: Skach in 1.26,676 min (176,727 km/h).
Cup-Stand nach vier von acht Läufen: 1. Bernd
Kircher (Neuhausen/74 Punkte); 2. Heidger (70);
3. Skach (60); 4. Löwe (51); 5. Dominic Lammert
(Holzwickede/41).
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Grand Prix Brasilien (Archivversion)

l Gespanne: Weltmeisterschaft 2005 immer wahrscheinlicher
Vier Rennen, 100 Punkte – das deutsch-
britische Gespann-Duo Jörg Steinhausen/
Trevor Hopkinson (Foto) gewinnt in der IDM
nach Belieben. Doch es droht keine Gefahr,
dass die beiden am Saisonende nach acht
Rennen mit 200 Zählern dastehen. Steinhau-
sen: »Der IDM-Termin auf dem Eurospeed-
way Lausitz überschneidet sich mit dem
Superbike-WM-Lauf in Brands Hatch, wo wir
im Rahmenprogramm auftreten werden.«
Hintergrund sind die Bemühungen der Drei-
radler, bereits im kommenden Jahr wieder
um einen echten WM-Titel fahren zu können,
nachdem eine internationale Serie 2004 nicht
zustande kam. Wunsch-Konstellation ist
eine Einbindung der Gespanne in die Super-
bike-WM. Steinhausen: »Wenn Superbike-
Promoter Flammini einsieht, dass seine Serie
nicht mehr den Marktwert wie noch vor
zwei Jahren hat und vernünftige finanzielle
Forderungen stellt, sollte es klappen.«
Auch beim Superbike-WM-Lauf in Assen
(3. bis 5. September) treten die Gespannfah-
rer als Gäste auf.
l Red-Bull-Rookies-Cup: Straf- zeit für den Schnellsten
Er fuhr als Erster über die Ziellinie und war
doch nicht der Sieger: Zwar stand Max
Dürrenberger dieses Jahr bereits zum zweiten Mal auf der Pole Position des Red-Bull-
Rookies-Cup, doch von Routine konnte kaum
die Rede sein. Der 14-Jährige aus Isny pro-
duzierte einen Frühstart und wurde deshalb
mit 30 Strafsekunden nur als Zehnter ge-
wertet. Den heiß umkämpften Sieg holte sich
Stefano Sciré, 18, vor Joshua Sommer, 15,
der damit die Tabellenführung übernahm.
Sciré hatte beim zweiten Lauf der Saison in
Hockenheim Frühstart-Erfahrungen gemacht
und war vom dritten auf den siebten Rang
zurückgestuft worden.

Grand Prix Brasilien (Archivversion)

Drei Honda-Piloten schlugen auf
der Nelson-Piquet-Rennstrecke den Samba-Rhythmus an, und die zuletzt tief gedemütigten Honda-Manager tanzten dazu: Der Rio-Grand-Prix wurde zum Karneval für den weltgrößten Motorradhersteller, für einen Sonntag gerieten die Fahrwerksprobleme der Fünfzylinder-Werksmaschine RC 211 V in Vergessenheit.
Grund dafür war die extrem holprige Piste, auf der das besonders stabile Honda-Fahrwerk klare Vorteile hatte. »Unser Motorrad schlingert und verwindet sich, weder Fahrwerk noch Reifen funktionieren hier«, sah Yamaha-Star Valentino Rossi nach seinem achten Platz im Abschlusstraining Unheil aufziehen. Im Rennen kämpfte er sich trotzdem an die Spitzengruppe heran, doch als die Valentino-Fans schon zu hoffen begannen, ihr Idol könne das Ruder wieder einmal durch seine Fahrkunst herumreißen, zeigte sich, dass auch für das »Fenomeno« die physikalischen Grenzen gelten: In einer Linkskurve rutschte Rossi übers Vorderrad ins Aus.
Wobei es in genau jener Kurve zuvor schon seinen härtesten Rivalen erwischt hatte. Hondas Hoffnung Sete Gibernau, schnellster aller MotoGP-Piloten, der aus der zweiten Reihe starten musste, preschte in der zweiten Runde in den Spitzenpulk, geriet dabei abseits der Ideallinie auf eine Bodenwelle und verlor die Kontrolle übers Vorderrad. »Ein winziger Fehler, für den ich teuer bezahlt habe«, ärgerte sich der Spanier, der Rossi in der WM-Wertung um Längen hätte davonziehen können, so aber punktgleich Zweiter blieb.
Zum lachenden Dritten wurde ein Außenseiter. Camel-Honda-Pilot Makoto Tamada wühlte sich durch die verbliebene Schar der Spitzenkräfte an die zweite Stelle und machte dann Jagd auf den führenden Max Biaggi. Vier Runden vor Schluss zirkelte der Japaner in der Spitzkehre vor Start und Ziel gekonnt außen herum an Biaggi vorbei und distanzierte den Römer sowie den drittplatzierten Nicky Hayden im Endspurt um über zwei Sekunden.
Damit war der erste MotoGP-Sieg für den 27-Jährigen, gleichzeitig aber auch der erste MotoGP-Triumph für seinen Reifenhersteller Bridgestone perfekt. »Mein Vorderreifen hielt die Spur besser, mein Hinterreifen hatte mehr Grip«, zog Tamada den Vergleich zu Biaggi. In Mugello noch in tiefer Krise, weil die Laufflächen von Tamada und Shinya Nakano bei Tempo 330 in Fetzen gingen, hatte Bridgestone auf ein Notfallprogramm mit besonders stabilen Karkasskonstruktionen umgeschaltet und auf der Holperpiste von Rio trotz des vermeintlich geringeren Grips dieser Sicherheitsreifen nach der überraschenden Pole Position von Kenny Roberts (Suzuki) auch im Rennen einen Volltreffer gelandet.
Ebenso unerwartet endete das Rennen der 250er-Klasse. Der amtierende Weltmeister Manuel Poggiali hatte in den ersten sechs Rennen der Saison einen dritten Platz als Maximalergebnis, zusätzlich aber drei Nullrunden zu verzeichnen – niederschmetternd. In Rio jedoch, wo er auch im Vorjahr gewonnen hatte, schien er seine frühere Form wieder gefunden zu haben. Dabei kämpfte er in den ersten vier Runden die Spanier Daniel Pedrosa und Toni Elias nieder und hielt dann den Spitzenplatz bis ins Ziel. Zwar liegt er jetzt mit
67 Punkten Rückstand auf WM-Leader
Pedrosa erst auf dem siebten Rang, doch Poggiali ist überzeugt: »Ich bin noch nicht aus dem Rennen.« fk

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