Erzberg-Rodeo in Eisenerz/A (Archivversion) BergArbeiter

Es ist einer der härtesten Offroad-Wett-
bewerbe für Motorräder überhaupt, womöglich die größte Veranstaltung ihrer Art weltweit: das Erzberg-Rodeo in Österreich. Am letzten Mai-Wochenende ging die zwölfte Auflage über die Bühne, mit insgesamt mehr als 1000 Teilnehmern aus 23 Nationen, darunter etliche Topstars aus Enduro-, Rallye-,
Trial- und selbst dem US-Supercross-Sport. Regen sorgte dafür, dass die ohnehin mit Schwierigkeiten gespickte Strecke noch extremer wurde. »Ein Offroad-Inferno«, urteilte der US-Freestyle-Crosser Travis Pastrana. Von 500 Startern kamen ganze 39 ins Ziel – das darf als selektiv gelten.
Unter diesen Umständen erwies sich KTM-Enduro-Werksfahrer David Knight als unschlagbar und bezwang den Berg in
nur 1.17.33 Stunden. Er war neun Minuten schneller als der zweitplatzierte Andreas Lettenbichler, ein für Österreich startender Trial-Spezialist, der entsprechend bejubelt wurde. Geboren wurde Lettenbichler in Bayern, damit ist er die Verkörperung des eigentlichen Erzberg-Themas: Bayern gegen Österreich, BMW versus KTM. Beide Firmen hatten ihre werksunterstützten Zweizylinder den Berg hochgeschickt, für Simo Kirssi (BMW) und Giovanni Sala (KTM) ein aussichtsloser, aber spektakulärer Auftrag. Kirssi gab bei Kontrollpunkt fünf auf, Sala bei Nummer neun. Den zweiteiligen Prolog konnte Kirssi aber klar gewinnen. Bester Deutscher: Chris Pfeiffer, der im Prolog auf der BMW HP2 Vierter und im Hauptrennen auf einer Gas Gas Sechster wurde. abs

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