EU-Betriebserlaubnis für Motorräder: Report (Archivversion)

Ursprünglich sah es bitter aus für Biker: Die ersten Gesetzesentwürfe der Europäischen Kommission beinhalteten einen Anti-Manipulationskatalog für alle Motorräder. Als Folge davon wäre es verboten, ein auf 34 PS gedrosseltes Motorrad zu mehr Leistung zu verhelfen und gleiche Modelle in unterschiedlichen PS-Versionen anzubieten. Blanker Unsinn, urteilten die Europaparlamentarier und strichen die entsprechenden Passagen. Während Besitzer von Maschinen über 125 cm³ weiterhin mehr Power aus ihrem Motor kitzeln dürfen, haben´s Jugendliche schwerer. Durch Spezial- oder Abreißschrauben an den Motorteilen, die zur Leistungsförderung entfernt werden müssen, sollen sie am Tuning ihrer Mopeds, Mofas, Roller und Leichtkrafträder effektiver gehindert werden. In Deutschland ist ein ähnlicher Anti-Manipulationskatalog bereits seit einigen Jahren in Kraft. Die FEM sieht vor allem in den Abreißschrauben eine Ungerechtigkeit sondergleichen. Ihre Vertreter befürchten, daß künftig für die kleinen Krafträder bis 125 cm³ teure Werkstattaufenthalte statt billigem Do-it-yourself-Schrauben die Regel werden. Fazit: Der Anti-Manipulationskatalog gilt nur für Mofas, Mopeds und Leichtkrafträder.

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