EU-Spritverordnung und Abgasvorschriften, neue (Archivversion)

Ottokraftstoffe bestehen aus Kohlenwasserstoffen, die Zusätze von sauerstoffhaltigen, organischen Komponenten sowie Additive zur Verbesserung ihrer Eigenschaften - zum Beispiel Korrosions- und Vereisungsschutz - enthalten. Im Unterschied zu Normalbenzin weist Super eine höhere Klopffestigkeit auf, die als Oktanzahl angegeben wird. Für den Einsatz von Katalysatoren ist bleifreies Benzin unabdingbar. Blei würde die Edelmetallbeschichtung der Kats sowie die zur Regelung derselben eingesetzten Lambda-Sonden schädigen. Umweltfreundliche Ottokraftstoffe zeichnen sich durch niedrigere Werte für Dampfdruck und Siedeende sowie durch einen geringeren Anteil an Aromaten, darunter Benzol, Olefinen und Schwefel, aus. Der höchstzulässige Gehalt an Benzol, das als krebserregend gilt, soll ab 2005 statt fünf nur noch ein Volumenprozent betragen. Als eigentliche Schlüsselgröße für den Schadstoffgehalt im Benzin wird derzeit jedoch Schwefel angesehen. Bis 2005 soll der Anteil von den zulässigen 500 Milligramm pro Kilogramm auf 30 bis 50 mg/kg sinken. Moderne direkteinspritzende Benzinmotoren, die den Kraftstoffverbrauch um 25 Prozent verringern, brauchen zur Reduktion der Stickoxidemissionen sogenannte Speicher-Katalysatoren, die durch Sulfatbildung zerstört werden. Weniger Schwefel im Benzin ermöglicht der Autoindustrie also bessere Abgastechnik.

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