Eurobike AG (Archivversion) Weiter geht’s

Das US-Unternehmen Fairchild Corporation übernimmt die insolvente Firma Hein Gericke zusammen mit den beiden profitablen Gesellschaften Polo Expressversand und Intersport Fashion West Inc. (IFW) rückwirkend zum 1. Oktober 2003. Die Motorradbekleidungs- und Zubehörfirmen Hein Gericke, Polo und die US-Gesellschaft IFW gehörten zur Eurobike AG, die Mitte Juli 2003 Insolvenz anmeldete. Insolvenzverwalter Biner Bähr und der vorläufige Gläubigerausschuss stimmten dem Verkauf zu. Der Eigen-kapitalanteil von Fairchild beträgt 32,5 Millionen Euro, die Differenz zum Kaufpreis, über den sich Fairchild und Eurobike ausschweigen, wird von einem deutschen Bankenpool finanziert. »Wir nutzen die günstige Gelegenheit zum Erwerb eines führenden Unternehmens in einem wachsenden Markt«, so Eric Steiner, Präsident der Fairchild Corporation, die sich auf die Distribution von Komponenten für die Luft- und Raumfahrtindustrie spezialisiert hat. Steiner: »Wir können auf den gemeinsamen Aktiva von Hein Gericke und Polo und dem Logistik-Know-how von Fairchild aufbauen, um Marken und Produkte weiterzuentwickeln und die Marktführerschaft auch international auszubauen. In dieser Wachstumsbranche sind das zunehmende Sicherheitsbedürfnis und die Freizeitorientierung von immer mehr Menschen die bestimmenden Erfolgsfaktoren.« Im Klartext: Fairchild will künftig auch Sicherheitsbekleidung für Sportarten neben dem Motorradfahren anbieten. Der bisherige Vorstandsvorsitzende der Eurobike AG, Peter Mrosik, wird Präsident der neuen, bis jetzt noch nicht benannten Einheit innerhalb der Fairchild Corporation. »Polo und Hein Gericke werden auch künftig Wettbewerber sein«, betont Mrosik. Von den verbliebenen rund 130 Mitarbeitern bei Gericke in Düsseldorf soll weiteren 30 gekündigt werden.

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