Fernreisen 1996/97 (Archivversion) DIE ZWEI IN AFRIKA

So eng Südafrika und Namibia geographisch zusammenliegen, so gegensätzlich sind die beiden Reisen zum südlichsten Zipfel des schwarzen Kontinents.

Während die »Namibianer« über Schotterpisten von Lodge zu Lodge stauben und dabei die Weite, die Wüste und die faszinierende Tierwelt genießen, kurven die Reiseleiter mit ihren Gruppen im Nachbarland meist auf Asphalt von feinen Hotels zu ausgefallenen »Rastplätzen«. Echte Alternativen eben für die Freunde organisierter Reisen. In Windhoek stehen speziell für die Namibia-Trips vorbereitete Enduros zum Durchstarten bereit. Zwei Routen von je über 4000 Kilometern stehen zur Wahl. Die ersten Etappen der Trans-Namibia-Route führen durch die Ausläufer der Kalahari, hinab in den trockenen und fast menschenleeren Süden bis an die Grenze zu Südafrika. In nordwestlichem Bogen setzt sich der Schotterritt entlang der Namib-Wüste fort bis in den Etosha-Nationalpark im Norden des Landes. Die Natur sorgt immer wieder für überwältigende Momente: ob ein Sonnenuntergang vor der Kulisse des Köcherbaumwaldes, eine Elefantenherde am Wasserloch oder die niederstürzenden Wassermassen der Viktoria-Fälle. Zu diesen führt die zweite Tourvariante, die Nordroute. Raus aus Wüste und Farmland direkt hinein in den Busch: Schwarzafrika lockt mit Mythen und Riten, den Krals und Holzschnitzern. Weiter geht es entlang der Flußläufe von Okovango und Sambesi Richtung Ost mit einem kurzen Abstecher nach Botswana, und schließlich führen die Schotterpisten an die unvergeßlichen Wasserfälle von Zimbabwe. Kurven auf Asphalt ist nicht der einzige Unterschied mit dem die Südafrika-Reise aufwarten kann. Von Kapstadt aus führen einzigartige Küstenstraßen, abenteuerliche Gebirgspässe und zum Teil schmale Pfade quer durch die Western Cape Provinz. Eine Mischung aus Kalifornien, Karibik, Südfrankreich und eben Afrika prägen den besonderen Flair dieses Landstrichs. Der gepflegte Einkaufsbummel in Kapstadt, die skurrilen Überbleibsel des Kolonialstils und die archaische Kultur der Ureinwohner gehören ebenso zu den motorradlosen Reizen wie endlose Sandstrände, die zum Baden und Rasten locken. Beim Besuch einer Straußenfarm lernt man alles über den flugunfähigen Vogel, sogar wie er schmeckt. Mal ausgefallen, mal pickfein: Der Speiseplan ist wie die Hotels mit Liebe und Niveau zusammengestellt.

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