Filmprojekt »Der Cascadeur" (Archivversion) «Eine Million kommt immer“

Regisseur und Hauptdarsteller Hardy Martins, 33, zum Film »Der Cascadeur“

Wie sind Sie auf die Idee für einen deutschen Action-Film gekommen?Mir waren die Stunts in Deutschland einfach zu langweilig. Ich habe in Amerika bei den führenden Stuntleuten gelernt, konnte aber hier nie alles umsetzen. Deshalb machen wir jetzt unseren eigenen Film.Was ist das Besondere am »Cascadeur«?Der Hauptdarsteller macht, für die Zuschauer erkennbar, die Stunts selbst. Wir arbeiten mit kleinem Budget sehr unkonventionell und mit großer Leidenschaft. Wenn die Motivation nicht da ist, alles aufzugeben, nur um diesen Film zu drehen, geht´s überhaupt nicht.Wie hat sich das Drehbuch entwickelt?Das Drehbuch ist von Uwe Wilhelm und Uwe Kosmann, einem bekannten Autorenduo, geschrieben worden. Die großen Stunt-Sequenzen stammen von mir. Wenn man sich nur mit Action beschäftigt, kommen einem zwar die ganz tollen Ideen für Stunts, aber für ein gutes Drehbuch reicht das nicht. Warum sind Sie zugleich Regisseur und Hauptdarsteller?Das hat mehrere Gründe: Ich habe neben der Stuntkoordination in Serien wie Derrick oder Der Fahnder mitgespielt. Das hat mir Spaß gemacht. Außerdem gibt´s beim Film immer Kommunikationsprobleme. Deshalb ist es ein großer Vorteil, wenn der Hauptdarsteller weiß, was der Regisseur will. Wie läuft die Finanzierung?Wir bekommen eine Million von der bayrischen Filmförderung, und Pro Sieben unterstützt uns. Der Wert des Films liegt bei zehn bis zwölf Millionen Mark, aber wir versuchen, ihn für die Hälfte zu machen. Wir sind noch nicht komplett durchfinanziert, aber es sieht sehr gut aus. Wenn man mal angefangen hat zu drehen und es fehlt noch eine Million, dann kommt die immer irgendwoher. Daran muß man glauben als Produzent.

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