Finanzierungen für BMW-Motorräder (Archivversion) Raten Sie mal

Nicht jeder kann oder will sein Motorrad bar bezahlen. Schließlich gibt`s dafür Banken. Die BMW Bank etwa. Sie bietet ihren Kunden jetzt neben den herkömmlichen Ratenkrediten die sogenannte Zielratenfinanzierung an.

Bonität, das kommt von bonus, und das heißt gut. Und gut ist für die Bank jeder Kunde, an dem sie etwas verdienen kann und der schöne Sicherheiten - etwa eine eigene Wohnung oder andere Vermögenswerte - mitbringt. Das Motto lautet einfach: Wer was hat, der kriegt auch was. Und wer nichts hat, sollte sich zumindest keine schwere BMW in die Garage stellen. Damit sich aber auch Menschen, die nicht grenzenlos liquide sind, die Freude am Fahren leisten können, hat die Hausbank der Münchner - die BMW-Bank eben - eine zumindest im Motorradbereich neue Finanzierung erdacht. Sie heißt Zielfinanzierung. Wie funktioniert das? Ganz einfach: Nach der üblichen Anzahlung - sagen wir 30 Prozent vom Kaufpreis - zahlt der Biker 36 Monate oder über eine andere gewählte Laufzeit eine ziemlich niedrige Monatsrate, die nur etwa halb so hoch wie bei einem ganz normalen Ratenkredit ausfällt. Denn es wird nicht der gesamte Kaufpreis auf einmal finanziert, sondern zum Beispiel nur die Hälfte. Auf deutsch: Am Schluß der drei Jahre Laufzeit bleiben noch 50 Prozent des Kaufpreises übrig. Jetzt kann die Gummikuh an den Händler zurückverkauft werden, wozu sich der Käufer vor Fälligkeit der letzten Rate entscheiden muß. Zuvor hat er mit dem Händler eine Rückkaufgarantie zu einem vorher festgeschriebenen Preis vereinbart, der für gewöhnlich höher als 50 Prozent des Neuwerts liegt. Die Differenz kann als Anzahlung für die Finanzierung eines neuen Motorrads genutzt werden. Nehmen wir als Beispiel den Luxusliner K 1100 LT. Die Schwacke-Liste weist für das ABS-Modell von 1993 einen Gebrauchtpreis von 19400 Mark aus, Laufleistung 24100 Kilometer. Bei Mehr- oder Minderkilometern kommen entsprechende Ab- oder Zuschläge hinzu. Die Zielrate für das neueste Modell, das heute 400 Mark mehr kostet, liegt aber bloß bei 14 650 Mark nach drei Jahren. Differenz: knapp 5000 Mark, die für die Neue angezahlt werden.Natürlich kann die Restsumme auch auf einmal getilgt werden, aber dann macht diese Finanzierungsart eigentlich keinen Sinn. Wer am Ende der Laufzeit sämtliche Schulden bei der Bank beglichen haben will und das Motorrad noch längere Zeit weiterfahren möchte, ist mit einem herkömmlichen Ratenkredit besser bedient.Damit sich »die Kunden mit alternativen Erwerbsmöglichkeiten zum Barkauf vertraut machen«, so Dr. Frank Stenner, Vorsitzender der Geschäftsführung der BMW Bank, »bieten wir unsere Finanzierungen zu Sonderkonditionen an.« Das sind derzeit 7,9 Prozent effektiver Jahreszins, für manche Modelle liegt der Zins aber günstiger, wobei die Angebote der Händler variieren. Nachfragen lohnt also. Zum Schluß das Privatleasing: Die BMW Leasing verwendet sogenannte Kilometerverträge mit 9000 Kilometern Laufleistung pro Jahr - Mehr- oder Minderlaufleistungen werden gesondert abgerechnet -, wobei das Bike am Ende der Laufzeit wieder zurückgegeben wird. Wer`s behalten will, sollte eine andere Vertragsart wählen, die das sogenannte risikolose Andienungsrecht enthält. In diesem Leasingvertrag wird ein Restwert vereinbart, zu dem der Leasingnehmer das Motorrad erwerben kann. Das leidige Problem des Diebstahls oder Totalsschadens während der Leasingzeit hat BMW mit der »Leasing Extra«-Regelung aus der Welt geschafft. Obwohl die Versicherung nur den Wiederbeschaffungswert des Motorrads bezahlt, braucht der Kunde keine darüber hinausgehenden Zahlungen mehr zu leisten.

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