Fragwürdige Inserate (Archivversion)

Fragwürdige
Inserate
In Internet-Börsen wie Moto-scout24 finde ich immer wieder spottbillige Angebote von Motorrädern, etwa eine fast neue R1 für rund 3500 Euro. Was sind das für Inserate?
Peter Schmid, Geschäftsführer der Autoscout24 Deutschland GmbH in München, www.autoscout24.com:
Fragwürdige Inserate tauchen bei Motoscout24 in unregelmäßigen Abständen
immer wieder auf. Mitunter können sich diese Inserate auch als Betrugsversuche herausstellen. Im Allgemeinen unterscheiden wir zwischen drei verschiedenen
»Betrugsfällen«. Da sind zum einen die Falschangaben. Hier geben die Nutzer vornehmlich (bewusst oder unbewusst) falsche Fahrzeugdaten an. Zum zweiten gibt es Versuche, bei denen über die
Angabe von kostenpflichtigen (190er-)
Rufnummern zum Teil nicht unerhebliche Kosten bei potenziellen Interessenten verursacht werden. Die dritte, gegenwärtig
bekannte Betrugsmasche ist sicherlich die gefährlichste, denn hier geht es um finanzielle Transaktionen etwa über vermeintliche Treuhandkonten (zum Beispiel Western Union Bank) oder Anzahlungen. Wichtig ist daher – wie im normalen Leben auch –, eine gesunde Skepsis an den Tag zu legen, sei das Angebot noch so verlockend. Aus diesem Grund sollte man sich beim Kauf eines Motorrads Zeit nehmen und nicht vorschnell handeln. Denn Käufer können bei unserem umfangrei-chen Angebot so am besten einen Preis- und Leistungsvergleich vornehmen und »schwarze Schafe« identifizieren. Und
niemals Geld vorab überweisen. Bezahlt wird erst bei Übergabe! Zu überprüfen sind beim Kauf aber nicht nur die Fahr-
zeugpapiere, sondern auch der Vertrag des Verkäufers. Falls Motoscout24-Nutzern ein Inserat kritisch vorkommt, können sie sich direkt bei uns melden. Wir prüfen es und nehmen das Inserat gegebenfalls aus der Datenbank.
Redaktionelle Anmerkung: Zum Thema empfiehlt sich auch der Artikel »Betrug.com« in MOTORRAD 11/2005.

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