Frankfurter Urteil (Archivversion) Kassiert

Das skandalöse Urteil des Frankfurter Landgerichts, wonach Motorradfahren ein Verschulden gegen sich sei, sodass die Folgen eines Unfalls bewusst in Kauf genommen würden und deshalb Schadensersatz und Schmerzensgeld in der Regel nicht zu gewähren seien (MOTORRAD 11/2007), ist am 15 . Mai in der Berufungsverhandlung vor dem Oberlandesgericht in Frankfurt kassiert worden (AZ 17 U 242/06). Wobei die Richter dort auf die verquasten »Begründungen« der ersten Instanz gar nicht erst eingingen. Stattdessen nahmen sie die Zeugenaussagen ernst, kamen zu dem Schluss, dass der Sturz für den Motorradfahrer letztlich kaum zu verhindern war - ein Radler querte sieben bis zehn Meter vor dem Motorrad überraschend die Straße - und sprachen ihm 70 Prozent der geforderten Entschädigung zu. Eine Analyse des Urteils demnächst in MOTORRAD.

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