Supersport-WM Frauenpower

Als einzige Frau holte Paola Cazzola bei ihrem Supersport-WM Debut auf Phillip Island auf Anhieb Punkte. Dennoch war sie mit ihrer Leistung nicht zufrieden.

Foto: 2snap

Sie ist die einzige Frau und zudem die einzige Newcomerin: Paola Cazzola startet in dieser Saison auf einer Honda CBR 600 RR  in der Supersport-WM. Beim ersten Rennen auf Phillip Island holte die Norditalienerin, die für das Kuja-Racing-Team fährt, ihre ersten beiden WM-Punkte. Sonderlich erfreut war sie über das Resultat in Australien allerdings nicht: "Die Punkte heute hätte auch meine Oma eingefahren", meinte die 32-jährige nach dem Rennen und spielte damit auf ihre Platzierung als Vierzehnte und Vorletzte an. Wenige Kurven vor Schluss war sie zudem von dem führenden Iren Eugene Laverty überrundet worden.

Cazzolas Enttäuschung ist verständlich, schließlich hatte sie in den letzten Jahren als Teilnehmerin an der italienischen Frauen-Meisterschaft und dem R6-Cup Podestplätze quasi abonniert. Anders als die Rennfahrerin selbst zeigt sich die italienische Vereinigung der Motorradfahrerinnen (www.motocicliste.it) mit dem Ergebnis höchst zufrieden. Die Organisation initiierte vor sechs Jahren eine Rennserie speziell für Frauen, aus der schließlich die italienische und die europäische Frauen-Meisterschaft entstanden. Diese beiden Rennserien wiederum machten Cazzolas Engagement in der Supersport-WM möglich. "Für uns ist das ein historisches Ergebnis", sagt Paola Furlan, Gründerin der Vereinigung. "Paola Cazzola hat dem Frauenrennsport einen Traum erfüllt." Cazzola selbst hofft nun auf bessere Platzierungen auf den europäischen Rennstrecken, die sie zumindest zum Teil kennt.

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