Gabel-Tuning: Tips, Tricks und Adressen (Archivversion) Gleitrohr-Beschichtungen - die Lösung?

Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Und schlichtes Schwarz ist der letzte Schrei.

Es sieht toll und wichtig aus, Fogarty und Doohan haben es, aber warum eigentlich? Was erreichen die Fahrwerks-Tuner mit goldfarbener Titan-Nitrit- oder schwarzer Kohlenstoff-Beschichtung der Gabel-Gleitrohre? Beiden Beschichtungen werden bessere Gleiteigenschaften und geringere Anfälligkeit gegen Verschleiß, etwa durch Steinschlag, zugesprochen. Im Fall der Titan-Nitrit-Beschichtung gilt ersteres nur mit Einschränkungen. Die goldene Schicht ist härter und widerstandsfähiger als eine normale Chromschicht. Aus diesem Grund wurde diese Beschichtung im Rennsport eingeführt, denn im Gegensatz zu Chrom ist sie unempfindlich gegegnüber dem glühendheißen Bremsstaub von Kohlefaserbremsen. Die Gleiteigenschaften sind in der Theorie aber sogar schlechter als die von Hartchrom. Außerdem wird das Titan-Nitrit bei sehr hoher Temperatur aufgetragen, was dem Gefüge des Gabelrohres nicht besonders gut tut.Besser ist die sogenannte Metall-Hartkohlenstoffschicht, die nur Vorteile gegenüber dem Hartchrom bietet. Die lediglich 5 gm dicke Schicht wird bei nur etwa 200 Grad auf die Verchromung aufgetragen. Sie übernimmt deren Rauhigkeit, eine Vorbehandlung durch Polieren ist also hilfreich. Im Vergleich zur Titan-Nitrit-Beschichtung bietet sie einen geringeren Reibkoeffizienten, ist widerstandsfähiger und weist hervorragende Notlaufeigenschaften auf. Seltsamerweise gibt es für Metall-Hartkohlenstoff-Beschichtungen noch kein TÜV-Gutachten, für Titan-Nitrit aber schon (Wilbers bietet beides: 500 Mark pro Gabel für Titan-Nitrit, 650 Mark pro Gabel für Hartkohlenstoff).

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