Gabel-Tuning: Tips, Tricks und Adressen (Archivversion)

1. Alle Klemmungen an der oberen Gabelbrücke lösen: die Zentralmutter auf dem Steuerrohr, eine manchmal vorhandene Klemmschraube der oberen Gabelbrücke am Steuerrohr, die Klemmschrauben der Gabelholme und gegebenenfalls geklemmte Lenkerhälften sowie deren Verbindung zur oberen Gabelbrücke2. Wichtig: Die Klemmschrauben der unteren Gabelbrücke nicht lösen! Nach ihnen richtet sich die Gabel wieder aus. Prinzipieller Tip: doppelt ausführte Klemmschrauben mit Achtelumdrehungen wechselweise nacheinander und mit vorgeschriebenem Drehmoment anziehen, um - besonders bei Upside-down-Gabeln - dünnwandige Standrohre nicht zu verformen3. Den Kotflügel oder dessen Träger lösen. Kotflügel sind normalerweise recht steif ausgeführt. Sie stabilisieren die Gabel zusätzlich, ganz ähnlich der klassischen Gabel-Stabis. Deshalb auch bei einer Gabel-Komplettmontage den Kotflügel immer erst nach Fixierung der Radachse festschrauben, damit die Gabel sich frei ausrichten kann4. Jetzt die Achsmutter lösen, mit der die Achse festgeschraubt wird - falls vorhanden. Oft ist die Radachse direkt in den einen Gabelholm hineingeschraubt. In diesem Fall darf die Radachse angezogen bleiben, es muß aber die (dann nur einseitig vorhandene) Achsklemmung gelöst werden5. Nach Lösen der Achsmutter auch die Achsklemmung lösen. Die Radachse verfügt immer über eine Los- und eine Festseite. Bei einteiligen Radachsen markiert die Gewindeseite die Festseite, bei mehrteiligen mit Achsmutter die Mutterseite. Mehrteilige Radachsen bieten den Vorteil beidseitiger Klemmung6. Nach Lösung der Klemmungen die Achsmutter oder die Radachse wieder festziehen. Jetzt die Gabel mehrmals kräftig durchfedern. Die Teile richten sich dadurch aus. Das Vorderrad entlasten, um ein erneutes Verspannen zu vermeiden, dann in umgekehrter Reihenfolge alle gelösten Schrauben wieder festziehen. Fertig!

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