Ganz vorn (Archivversion) Ganz vorn

Vorderradantrieb zum Nachrüsten

Es ist wie bei den Autos: Mit einem Allradantrieb lassen sich nun einmal die höchsten Kurvengeschwindigkeiten erzielen. Bisher konnte sich diese Bauweise bei Motorrädern wegen des möglichen Lenkwinkels nicht durchsetzen, die Kraftübertragung macht aufwendige Konstruktionen nötig. Doch der norddeutsche Tüftler und Technik-Grossist Kay Blank kam auf eine ungewöhnliche Lösung: Warum nicht den Antrieb nutzen, der bereits bei fast allen Motorrädern serienmäßig am Vorderrad vorhanden ist? Den des Tachoantriebs nämlich. Blank zapft mit einem stabilen Mechanismus die rotierende Drehzahlmesserwelle an und überträgt die Drehbewegung per Mini-Kardan auf die Tachowelle. So ergibt sich mit geringstmöglichem Aufwand ein drehzahlabhängiger Antrieb des Vorderrads. Das Fahrverhalten ist etwas gewöhnungsbedürftig, denn wer bei zugeschaltetem Frontantrieb mit zu hoher Drehzahl anfährt, hat Schwierigkeiten, das Heck am Boden zu halten. Ein weiteres Problem, das sich bei den MOTORRAD-Fahrversuchen offenbarte: Die Tachowelle darf nicht im Uhrzeigersinn gewickelt sein - ansonsten zwirbelt sich beim Anfahren die Welle auf, und der Kraftfluß ist unterbrochen. Für solche Notfälle besitzt die Vorrichtung ein Not-Aus.

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