Ganz vorn (Archivversion)

Ganz vorn

Vorderradantrieb zum Nachrüsten

Es ist wie bei den Autos: Mit einem Allradantrieb lassen sich nun einmal die höchsten Kurvengeschwindigkeiten erzielen. Bisher konnte sich diese Bauweise bei Motorrädern wegen des möglichen Lenkwinkels nicht durchsetzen, die Kraftübertragung macht aufwendige Konstruktionen nötig. Doch der norddeutsche Tüftler und Technik-Grossist Kay Blank kam auf eine ungewöhnliche Lösung: Warum nicht den Antrieb nutzen, der bereits bei fast allen Motorrädern serienmäßig am Vorderrad vorhanden ist? Den des Tachoantriebs nämlich. Blank zapft mit einem stabilen Mechanismus die rotierende Drehzahlmesserwelle an und überträgt die Drehbewegung per Mini-Kardan auf die Tachowelle. So ergibt sich mit geringstmöglichem Aufwand ein drehzahlabhängiger Antrieb des Vorderrads. Das Fahrverhalten ist etwas gewöhnungsbedürftig, denn wer bei zugeschaltetem Frontantrieb mit zu hoher Drehzahl anfährt, hat Schwierigkeiten, das Heck am Boden zu halten. Ein weiteres Problem, das sich bei den MOTORRAD-Fahrversuchen offenbarte: Die Tachowelle darf nicht im Uhrzeigersinn gewickelt sein - ansonsten zwirbelt sich beim Anfahren die Welle auf, und der Kraftfluß ist unterbrochen. Für solche Notfälle besitzt die Vorrichtung ein Not-Aus.
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Aprilscherze (Archivversion) - Kesse Sohle

Eine neue Lösung für Kurze - hoch den Schuh
Die einfachsten Ideen sind doch häufig die besten. So kam dem nur 1,49 Meter großen motorradfahrenden Schuster Klaus Erder, 62, beim Anblick der hochmodischen Plateausohlen in einem Straßencafé die Erleuchtung: Warum müssen kurze Menschen das Motorrad eigentlich kostspielig tieferlegen? Man könnte doch auch die Stiefelsohlen verdicken - der Effekt wäre der gleiche. MOTORRAD hatte Gelegenheit, einen Prototyp mit zehn Zentimeter Höherlegung auszuprobieren. Der erste Eindruck: Die Arbeit ist handwerklich perfekt ausgeführt. Nur wer ganz genau hinschaut, erkennt die Nahtstellen zwischen den acht Sohlenlagen. Der Bodenkontakt ist auch für 1,45 Meter kleine Fahrer auf einer Suzuki GS 500 E ungewohnt gut. Im Prinzip also eine pfiffige Idee, auch angesichts des günstigen Preises: Pro Zentimeter Erhöhung hat Erder einen Preis von 2,35 Mark kalkuliert. Angesichts Erders Ankündigung »40 Zentimeter sind technisch machbar« ist allerdings Vorsicht geboten, denn bei solchen Dimensionen leidet die Bedienbarkeit von Schalt- und Bremshebel empfindlich.

Auf Achse (Archivversion)

Neues Reisevideo: Unterwegs mit einer 125er
Hajo Schröder-Naumann, bekannt durch seine einfühlsamen Schilderungen exotischer Motorradreisen, macht mit einem neuen Video von sich reden. Mit einer auf 80 km/h gedrosselten 125er unterwegs auf der legendären Route 66, der Bundesautobahn 66, faßt er in ruhiger, aber erschütternd nachdrücklicher Weise seine Gedanken, Empfindungen und Eindrücke auf der achtstündigen Fahrt zwischen Bad Soden und Wiesbaden zusammen: Wer bin ich? Gibt es einen höheren Sinn des Lebens? Warum eigentlich Synapsen? Wieviel Umdrehungen macht das Vorderrad zwischen Aufenau und Biebergemünd, in welchem durchschnittlichen Abstand befinden sich zwischen Gelnhausen und Langenselbold die Bodenwellen, und wie viele Tempolimits gibt es zwischen Erlensee und Bischofsheim? Hajo Schröder-Naumann ist ein feiner Beobachter.Ein Augenschmaus auch die Fahraufnahmen, die teils vom Lkw und teils als Mitzieher von den Raststätten aus aufgenommen wurden. Mit einem nachdenklich in Wiesbaden genossenen Cappuccino endet das 150minütige Werk. Ein Reisevideo, das unter die Haut geht und zum Nachfahren reizt. Demnächst in Ihrer Videothek.

Aprilscherze (Archivversion) - Guter Schliff

Absolute Weltneuheit: das Dioptrien-Visier
Motorradfahrende Fehlsichtige sind mit ihrer Brille häufig genug gestraft: Stets ist sie dreckig, im Weg, kaputt oder verbogen. Das hat mit dem neuen optischen Visier des Zubehörgrossisten Kay Branke ein Ende. Durch eine neuartige Technik lassen sich die beiden in das Visier integrierten Sehzonen sowohl für Kurz- als auch für Weitsichtige auslegen - zur Zeit stößt die Technik allerdings leider noch bei plus/minus zwölf Dioptrien an ihre Grenzen. Das Nachrüstvisier für den scharfen Blick ist für alle gängigen Helme lieferbar, die Standardausführung ist kratzfest und beschlagfrei. Eine halbdurchsichtige Klebefolie, wie sie bereits an den Heckscheiben vieler Autos verwendet wird, ist in Vorbereitung. Eine kleine »Notbrille«, die bei geöffnetem Visier schnell auf die Nase gesteckt werden kann, ist im Preis von 298 Mark enthalten.

Aprilscherze (Archivversion) - Echte Wucht

Leichtbau: Auswuchtgewichte aus Kohlefaser
Anhängern des extremen Leichtbaus waren sie schon immer ein Dorn im Auge: die Auswuchtgewichte. Nicht einzusehen, daß die teuren Bemühungen um Gewichts-Minimalismus durch die bis zu 20 Gramm schweren Gewichte wieder zunichte gemacht werden. Jupp Kowalski, ein bekannter Hersteller von Carbon-Produkten, hatte endlich die zündende Idee: Auswuchtgewichte aus Kohlefaser. Die leichten Präzisionsteile wiegen nur noch 1,5 Gramm - im Extremfall bedeutet das also eine Gewichtsersparnis von deutlich über 1230 Prozent. Verständlich, daß so viel Reduzierung nicht ganz billig sein kann: Kowalski verlangt für ein Set (ein Carbon-Gewicht für vorn, eins für hinten) stolze 49 Mark. Ein weiterer Vorteil des geringen Gewichts: Das Fahrverhalten des Motorrads wird bei nicht exakter Positionierung der Auswuchtgewichte nicht mehr so stark wie bei den altmodischen Bleigewichten beeinflußt - die Montagelage ist unkritisch. So kann die Gewichte wirklich jeder zu Hause montieren.

Aprilscherze (Archivversion) - murks montiert

Wohn-TopcaseBei Autocampern werden Dachzelte immer beliebter. Diesem Trend können sich demnächst zumindest Honda Gold Wing-Fahrer anschließen, denn Honda wird ab 1998 ein Drei-Personen-Zelt im Topcase anbieten. Die stabile Grundplatte des geräumigen Zelts reicht im ausgeklappten Zustand bis auf den Tank. Die Gold Wing »Camp« wird mit verstärktem Hauptständer ausgeliefert.SchnürsockeJeder, der etwas auf sich hält, hat mittlerweile eine: Die Rede ist von der Schnürjeans. Keiner weiß zwar genau, wofür sie gut sein soll, aber man muß sie einfach haben. Das Gleiche gilt für die lederne Schnürsocke, die der Hamburger Großpedikeur Kay Pranke anbietet. Das Ausstattungsdetail für den, der schon alles hat.Kein MüllUmweltbewußten Fischliebhabern ist es jedesmal ein Greuel, nach Genuß von Dosen-Sardinen das übriggebliebene Öl in den Wald schütten zu müssen. Der motorradfahrende Fischgrossist Dave Bilski aus Nordenham bietet seit Anfang der Saison Sardinen in Synthetiköl an: Fisch in den Mund, Öl in den Motor. Die Dosen gibt’s in 0,25 und 0,5 Liter, alle gängigen Viskositäten sind lieferbar.

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