Gehörschäden (Archivversion) Wie bitte?

Daß Motorradfahrer manchmal noch was brummen oder sausen hören, wenn der Motor ihres Bikes schon längst schweigt, ist nichts Neues. Jetzt wurde es wissenschaftlich bewiesen: Britische Ärzte haben knapp 250 Biker auf Gehörschäden untersucht. Dabei kam heraus, daß die motorradfahrende Zunft in der Tat schlechter hört als eine statistisch vergleichbare Gruppe dem Bike abholder Briten. Im Frequenzbereich zwischen 250 und 1000 Hertz sind die Einbußen am größten - also ausgerechnet jenem Spektrum, in dem sich der Großteil der menschlichen Kommunikation abspielt. Abhilfe wäre zu schaffen, zum Beispiel mit leiseren Helmen (siehe den Test des Silencer-Helms von Baehr ab Seite 212 in diesem Heft). Außerdem empfehlen die Ärzte, unbedingt Ohrstöpsel zu benutzen. Damit könnten die bei den Versuchspersonen - jüngere Motorradfahrer mit einer durchschnittlichen Kilometerleistung von immerhin 16 000 Kilometern im Jahr - aufgetretenen Symptomen wie Ohrensausen oder Hörschwäche zumindest gemildert werden. Für Biker nun wahrlich keine sensationellen Erkenntnisse.

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