Gerichtsurteile (Archivversion) Eingeschränktes Vorfahrtsrecht bei Nebenwegen

Auch wer Vorfahrt hat, muss sich in eine Kreuzung genauso vorsichtig hineintasten wie ein Wartepflichtiger, wenn er aus einem dem Anschein nach unbedeutenden und nicht einsehbaren Nebenweg kommt. So das Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Rostock vom 23.2.2007 (AZ: 8 U 40/06).

FLM-Gepäckrolle

Laut Polo sind die bis zu 65 Liter Stauvolumen der FLM-Gepäckrolle sicher vor Nässe geschützt. MOTORRAD konnte sich während des Reifenverschleißtests (siehe Ausgabe 11/2008) auf über 4000 Kilometern, teilweise bei Schneefall und reichlich Regen, von den Qualitäten des praktischen Begleiters überzeugen. Alle sieben eingesetzten Gepäckrollen hielten dicht. Das robuste Material übersteht auch heftiges Festzurren mittels Spanngurten unbeschadet. Einziger Kritikpunkt: Bei einigen Testexemplaren lösten sich die angeschweißten Tragegriffe.

Fazit: Äußerst robuste Gepäckrolle, die reichlich Stauraum bietet und bei richtiger Bedienung des Rollverschlusses 100 Prozent wasserdicht ist. Die Verschweißung des wohlgeformten Tragehenkels hält hohen Belastungen jedoch nicht immer stand.

Momentaufnahme 24. April 2008; mehr Infos unter www.schwacke.de

zum Kauf von Stiefeln

Fester Halt und gute Fixierung schützen bei Stürzen und sorgen für hohen Gehkomfort. Damit die Stiefel am oberen Schaftabschluss weder schlabbern noch zu Druckstellen führen, hilft nur eine effektive Wadenweitenverstellung. Ein ausgeformter Absatz verbessert den Halt auf der Raste und verhindert ungewolltes Abrutschen nach vorn. Als Unfallschutz sind Knöchel- und Schienbeinprotektoren unerlässlich. Von Vorteil, wenn auch der Zehenbereich verstärkt ist.

Ein hoher Textilanteil verbessert zwar die Belüftung, bietet aber beim Sturz weniger Abriebschutz als Leder. Eine gute Beweglichkeit im Knöchelbereich ist wichtig für hohen Fahrkomfort und funktionelle Bedienung von Schalthebel und Bremspedal. Wasserdichte Stiefel gleich nach dem Kauf im Wasserbad auf Dichtigkeit testen und gegebenenfalls umgehend auf Kulanz tauschen. Wer die Stiefel auch bei kalten Temperaturen tragen möchte, sollte sie mit dicken Socken anprobieren. Wird es dann eng, schränkt dies die Durchblutung ein, was erst recht zu kalten Füßen führt. Bei Sportstiefeln auf austauschbare und an der richtigen Stelle sitzende Zehenschleifer achten.

Ein Motorradfahrer fuhr auf einer nicht befestigten Straße von rechts kommend in eine Kreuzung mit einer asphaltierten Kreisstraße ein. Dort näherte sich von links kommend ein Auto, mit dem es zur Kollision kam. Durch starken Buschbewuchs war die Kreuzung nicht einsehbar, die Unfallgegner konnten sich beim Annähern gegenseitig nicht wahrnehmen. Die Autofahrerin musste Schmerzensgeld zahlen, obwohl sie der Ansicht war, vorfahrtsberechtigt gewesen zu sein. Schließlich sei der Motorradfahrer aus einem unbedeutenden Feldweg gekommen. Das OLG sah dies nicht so. Als Feld- und Waldwege seien nur solche Straßen anzusehen, die überwiegend land- oder forstwirtschaftlichen Zwecken dienten und keine überörtliche Bedeutung hätten wie der betroffene Schotterweg, der zwei Bundesstraßen und drei Orte miteinander verbinde. Der Motorradfahrer trage aus Sicht der Richter jedoch vierzig Prozent der Schuld, da er als Vorfahrtsberechtigter aus einem dem Anschein nach unbedeutenden Nebenweg kam und von anderen nicht gesehen werden konnte. Diese besondere Verkehrssituation habe er in seinem Fahrverhalten jedoch nicht berücksichtigt.

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