Gerichtsurteile (Archivversion) Schilder und Wild

Versucht ein Motorradfahrer in einer Kurve die Kollision mit einem kleinen Haarwild, etwa Wiesel oder Fuchs, durch Ausweichen zu vermeiden, muss die Versicherung zahlen, wenn es doch zu einem Unfall kommt. So entschied das Oberlandesgericht Hamm (Az: 6 U 209/00). Bei einem Motorrad in Schräglage bestehe große Sturzgefahr, wenn ein Kleintier überrollt werde. Ein zweites Gerichtsurteil: Gilt auf einer Straße über längere Distanz ein Tempolimit, muss darauf nach jeder Kreuzung durch ein Schild hingewiesen werden. Andererseits darf ein Fahrer, der schon längere Zeit auf der Tempo begrenzten Straße fährt, aus dem Fehlen eines Schildes nach einer Einmündung nicht den Schluss ziehen, das Limit sei aufgehoben. Dieser Irrtum kostete einen Fahrer 600 Mark plus einen Monat Fahrverbot (OLG Hamm:2Ss Owi 524/01).

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