Gespann-WM in Brands Hatch/GB (Archivversion) Drei mal drei

Dreimal Platz drei und damit dreimal auf dem Podium – für den deutschen Seitenwagen-Meister Jörg Steinhausen aus Nümbrecht und seinen britischen Passagier Trevor Hopkinson Grund genug, nach der ersten Veranstaltung
der Gespann-Weltmeisterschaft in Brands Hatch/England eine positive Bilanz zu
ziehen: »Ich habe ordentlich WM-Punkte geholt – aber auch erkannt, was ich für den Rest der Saison verbessern muss.« Zum einen gilt es, noch mehr Leistung
aus seinem mit etwas Unterstützung
von Yoshimura und Suzuki Deutschland aufgebauten Motor herauszuholen. Denn
Steve Webster, der zwei von drei Rennen gewann, und Tim Reeves, der nach einem Triebwerkdefekt an Websters Maschine den dritten Sieg abstaubte, werden vom in England stationierten Suzuki-Werksteam mit besonders starken Motoren beliefert.
Mindestens ebenso wichtig wird es
jedoch sein, sich an den neuen Rennmodus zu gewöhnen, nachdem in die-
sem Jahr noch die WM-Läufe in Schleiz (10. Juli), Rijeka/CRO (21. August) und St. Petersburg/RUS (11. September) gefahren werden. In Brands Hatch wurde das
System der so genannten Match Races
erstmals in der Praxis erprobt: Nach dem Qualifikationstraining musste sich Steinhausen über einen Vorlauf und ein Halbfinale in den Endlauf der Match Races durchbeißen – Rennen über fünf Runden oder stark vier Minuten. Dafür gab es dann die ersten WM-Punkte. Weiter ging es mit dem Sprintrennen über 14 Runden oder knapp zwölf Minuten – auch hier wurden wieder Punkte verteilt. Zum krönenden
Abschluss dann das Gold Race, das mit
30 Runden immerhin rund 25 Minuten dauerte, die dritte Chance auf WM-Zähler.
»Im Vorfeld hatte ich ja meine Bedenken«, erklärte Steinhausen, »doch nachdem ich das jetzt erlebt habe, muss ich
sagen: Toll, für die Zuschauer ist da echt was geboten. Meinen speziellen Fähigkeiten kommen die extrem kurzen Sprints zwar nicht gerade entgegen – aber da muss ich mich halt anpassen.« abs

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